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KI für Affiliate-E-Mails: Wie personalisiert ihr eure Follow-up-Sequenzen?

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Markus B.
Beiträge: 15
Themenstarter
(@brandmarkus_87)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#38]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit ein paar Monaten intensiver damit, wie man KI sinnvoll in E-Mail-Sequenzen einbauen kann – speziell für Affiliate-Follow-ups. Ich hab bisher klassische statische Sequenzen genutzt, also jeder Subscriber kriegt die gleichen Mails in der gleichen Reihenfolge. Funktioniert so lala, aber die Öffnungsraten sind in letzter Zeit ziemlich eingebrochen.

Jetzt frage ich mich: Gibt es realistische Möglichkeiten, KI zu nutzen, um Follow-up-Mails dynamischer oder personalisierter zu gestalten? Ich meine nicht nur "Hallo [Vorname]", sondern wirklich inhaltlich angepasst – je nachdem ob jemand auf bestimmte Links geklickt hat, welche Produkte ihn interessieren usw.

Was mich konkret interessiert:
- Welche Tools nutzt ihr dafür? (ESP-seitig oder externe KI-Layer)
- Schreibt ihr die Mails komplett mit KI oder nur Entwürfe die ihr dann anpasst?
- Lohnt sich der Aufwand wirklich oder ist das wieder so ein Hype-Ding?

Ich bin im Bereich Outdoor und Reise unterwegs, und gerade in der Sommerzeit merke ich dass Leute sehr unterschiedliche Interessen haben – der eine sucht Campingausrüstung, der andere eher Strandurlaub-Gadgets. Da wäre Personalisierung eigentlich goldwert, wenn sie auch wirklich funktioniert.

Freue mich über ehrliche Erfahrungen, auch wenn das Ergebnis war dass es sich nicht gelohnt hat!


5 Antworten
SarahK87
Beiträge: 26
(@sarahk87)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Wir nutzen bei uns Klaviyo kombiniert mit einem eigenen GPT-Workflow und ich kann sagen: es funktioniert, aber es ist kein Selbstläufer.

Das Setup hat einige Wochen gebraucht. Die KI schreibt bei uns Variantenvorschläge basierend auf dem Klickverhalten der letzten 30 Tage – also quasi: hier sind die 10 meistgeklickten Linktypen aus Segment A, bitte schreib dazu eine passende Follow-up-Mail mit diesem Tonfall und diesem CTA. Das Ergebnis wird dann von mir oder einer Kollegin nochmal gegenlesen und angepasst.

Öffnungsraten sind bei uns um ca. 8 Prozentpunkte gestiegen verglichen mit den alten Einheitssequenzen. Ob das allein an der KI liegt oder auch an besserer Segmentierung generell – schwer zu sagen.

Für Outdoor/Reise klingt euer Use-Case gut geeignet, weil die Produktwelten wirklich sehr verschieden sind. Camping vs. Strandurlaub ist inhaltlich so unterschiedlich dass eine Einheitsmail eigentlich nie gut passen kann. Da macht Personalisierung wirklich Sinn statt nur netter Theorie.


Antwort
NetworkPro47
Beiträge: 10
(@networkpro47)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Der Punkt den SarahK87 anspricht ist wichtig: Personalisierung ist nicht automatisch besser, sie muss auch zur Zielgruppe passen. Ich hab das in einem früheren Projekt mal mit zu vielen Variablen übertrieben und am Ende war die Wartung so aufwändig dass der ROI negativ war.

Meine Empfehlung: Fangt mit maximal zwei oder drei Segmenten an. Kaufinteresse ja/nein, und vielleicht eine grobe Kategorisierung nach Produktbereich. Das reicht um echte Unterschiede in den Mails zu machen ohne dass das System unbeherrschbar wird. KI kann dabei helfen die Variantentexte schneller zu produzieren, aber die Logik dahinter müsst ihr selbst durchdenken – da hilft keine KI.


Antwort
Jürgen K.
Beiträge: 9
(@jurgen92)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich nutz KI für Mails schon ne Weile aber bin kein riesiger Fan von voll automatisierten Sequenzen ehrlichgesagt. Bei meinen Grill-Zubehör-Inhalten hab ich gemerkt dass zu generische Texte – egal ob KI oder nicht – einfach nicht konvertieren. Leute merken das irgendwie.

Was bei mir besser funktioniert: KI für die Betreffzeilen-Tests. Ich lass mir 10 Varianten generieren, teste 3 davon gegeneinander und dann weiß ich nach ner Woche welche Richtung funktioniert. Das ist überschaubar und bringt messbare Ergebnisse. Die Mail selbst schreib ich dann lieber selbst.


Antwort
Markus-Breitner
Beiträge: 10
(@markus-breitner)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Gute Frage, hab das selbst vor einigen Monaten durchgespielt. Kurz gesagt: KI als reiner Texgenerator für Mails bringt mittelmäßige Ergebnisse, der eigentliche Hebel liegt woanders – nämlich in der Segmentierungslogik dahinter.

Was ich konkret mache: Ich nutze ActiveCampaign mit eigenen Tags, die auf Klickverhalten basieren. Wer auf Camping-Links klickt, landet in einem anderen Branch als jemand der Reise-Guides anklickt. Die Mailinhalte selbst schreib ich nach wie vor manuell, aber ich nutze GPT-4o um erste Entwürfe je Segment zu erstellen und dann anzupassen. Das spart mir pro Sequenz locker 60-70% der Schreibzeit.

Was ich beim Netzwerk-Verhandeln gelernt hab (falls relevant): Wenn ihr für bestimmte Segmente deutlich höhere Conversionraten nachweisen könnt, habt ihr bessere Verhandlungsbasis – hab das im Thread Netzwerk-Vertragskonditionen verhandeln mal ausgeführt. Personalisierte Sequenzen können da direkt ein Argument werden.

Für Outdoor/Reise würde ich auf jeden Fall Verhaltens-Trigger einbauen. Der Aufwand fürs Setup ist einmalig hoch, aber dann läuft es.


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