Hallo zusammen,
ich bin noch relativ neu im Affiliate-Marketing und baue gerade an meinem ersten Projekt. Dabei nutze ich jetzt verschiedene KI-Tools für Content und Keyword-Recherche – ChatGPT, ein bisschen Midjourney, auch ein paar Speziallösungen.
Aber je mehr ich mich damit beschäftige, desto unsicherer werde ich: Was passiert eigentlich mit meinen Daten, wenn ich die in diese Tools einfüttere? Wenn ich dort sensible Infos über meine Nische, meine Affiliate-Partner oder sogar Kundendaten eingebe – landen die auf fremden Servern und werden die für Training genutzt?
Ich will mein Projekt von Anfang an sauber aufbauen und keine rechtlichen Probleme bekommen. Wie geht ihr das an? Gibt es bestimmte KI-Tools, die DSGVO-konform sind oder sollte ich komplett anders vorgehen? Und wie prüft man das überhaupt?
Freue mich auf Input – gerade jetzt im Sommer möchte ich die Grundlagen richtig setzen, bevor ich zu viel Zeit und Geld investiere.
Gute Frage, Markus – das unterschätzen viele am Anfang. Kurz gesagt: Bei den meisten kostenlosen und Standard-Abo-Versionen solltest du davon ausgehen, dass deine Eingaben für Training verwendet werden können. Das ist bei ChatGPT, Gemini und vielen anderen der Default.
Was ich mache: Ich nutze nur aggregierte oder anonymisierte Daten in KI-Tools. Konkrete Nischen-Keywords ja, aber keine echten Kundeninfos, keine internen Strategiedokumente, keine Partnernamen. Für sowas arbeite ich lieber klassisch mit Google Sheets oder Notion.
Bei wichtigen Tools wie Content-Generierung für die Site selbst: Prüf die Business/Enterprise-Versionen – da gibt es oft Opt-Outs für Training. Kostet mehr, aber dann bist du rechtlich sauberer.
Hast du dich auch schon mit den Recht-Basics deines Setups beschäftigt? Passt zusammen mit der Frage.
Markus, das ist der richtige Instinkt. Ich teste da seit Jahren unterschiedliche Ansätze und kann dir sagen: Die meisten KI-Tool-Anbieter sind nicht DSGVO-konform im Default. Das heißt nicht, dass du sie nicht nutzen darfst – aber du musst dokumentieren, wie du sie einsetzt und deine Nutzer ggf. darüber informieren, wenn generierte Inhalte auf deiner Site landen.
Mein praktischer Workflow: Für Content-Generierung nutze ich Tools mit Datenverarbeitungsverträgen (DPA) – gibt es z.B. bei OpenAI (ChatGPT Business), Anthropic (Claude Business), und einigen spezialisierten Anbietern. Das ist die saubere Variante.
Für Brainstorming, Ideation, grobe Strukturen? Da nehme ich auch Standard-Versionen, weil da echte Datenschutz-Risiken minimal sind. Es geht um Proporz und Realismus.
Der Knackpunkt für Affiliates: Deine eigenen Site-Daten und Tracking müssen sowieso DSGVO-konform sein. Wenn du KI zusätzlich auch noch gewissenhaft einsetzt, bist du auf der sicheren Seite. Meine langjährige Erfahrung zeigt: Wer früh penibel aufräumt, spart sich später massive Kopfschmerzen – und Bußgelder.