Hallo zusammen,
ích lese hier im Forum regelmäßig die Erfolgsstorys durch und finde die meisten wirklich inspirierend. Aber mir fällt auf: Sehr viele Leute beschreiben ihren Weg zum Erfolg ziemlich ausführlich – Conversion-Optimierung, Traffic-Aufbau, Partnerprogramme – aber die eigentliche Nische bleibt dabei komplett im Dunkeln. Manchmal wird noch nicht mal die Kategorie genannt.
Ich versteh natürlich, dass man die eigene Goldader nicht öffentlich ausschütten will. Aber mich beschäftigt die Frage: Was bringt mir als Leser eine Erfolgsstory, wenn ich nicht mal weiß, ob die Person im Bereich Software, Reise, Finanzen oder sonstwo unterwegs ist? Viele Techniken funktionieren ja sehr unterschiedlich je nach Nische. Ein Funnel für B2B-Software tickt anders als einer für Reisezubehör.
Ich frage mich also: Ist das bei euch ein bewusstes Weglassen? Gibt es eine Art ungeschriebenes Gesetz hier im Forum, wie viel man von der eigenen Nische preisgibt? Und wie bewertet ihr selbst Storys, bei denen ihr überhaupt nicht wisst, in welchem Umfeld der Erfolg stattgefunden hat?
Würde mich wirklich interessieren wie das so gehandhabt wird, ich will ja auch irgendwann meine eigene Story teilen und weiß gerade nicht wie offen ich da sein soll.
Die Frage kenne ich gut. Ich hab das selbst so gehandhabt, dass ich die Nische bewusst offen gelassen habe, als ich damals im Thread zu saisonalen Nischen mitdiskutiert habe. Der Grund ist simpel: Eine Nische kann innerhalb weniger Monate überlaufen sein, wenn zu viele Leute gleichzeitig drauf aufmerksam werden. Das klingt vielleicht egoistisch, aber es ist einfach ein legitimes Schutzinteresse.
Trotzdem gebe ich dir in einem Punkt recht – eine Story, bei der ich nicht mal weiß ob wir über physische Produkte oder digitale Dienstleistungen reden, hat für mich als Leser nur begrenzten Nutzen. Da fehlt einfach der Kontext, um die beschriebenen Maßnahmen einzuordnen.
Mein Kompromiss wenn ich eine Story teile: Ich nenne die übergeordnete Kategorie (z.B. 'saisonale Konsumgüter' oder 'Software-Tools') aber keine konkreten Keywords oder Domains. Das ist für den Leser immerhin eine grobe Orientierung, ohne dass ich meinen Vorteil komplett hergebe.
Ich seh das ehrlich gesagt etwas anders als W.Hoffmann. Klar, Nischenschutz ist ein Argument – aber ich hab in meiner Zeit hier gemerkt dass viele Storys ohne Nischenangabe einfach weniger glaubwürdig wirken. Nicht weil die Leute lügen, sondern weil man die Zahlen gar nicht einordnen kann.
5.000€ im Monat klingt nach viel. Aber ob das bei 3% Provision aus dem Softwarebereich viel ist oder bei 1,5% aus dem Konsumgüterbereich – das macht einen riesigen Unterschied für die Beurteilung.
Als ich noch bei Amazon PartnerNet angefangen hab (das hat bekanntlich nicht so toll geklappt) haben mich Storys ohne Kontext auch erstmal in die falsche Richtung gelockt. Ich dachte 'wenn der das kann, kann ich das auch' – ohne zu wissen dass der in einer völlig anderen Liga gespielt hat was Margen und Volumen angeht.
Also: Nische komplett nennen muss niemand. Aber zumindest die Kategorie und die ungefähre Provisionsstruktur sollte schon dabei sein, sonst wird die Story zur Selbstbeweihräucherung ohne Mehrwert.
Kurz und knapp: Nische weglassen ist okay, aber dann muss der Rest der Story umso konkreter sein. Sonst liest man sich durch drei Absätze und nimmt nichts mit.
Also ich hab da keine ganz eindeutige Meinung zu. Bei mir hängt es immer davon ab was genau erzählt wird. Wenn jemand beschreibt wie er seinen Funnel aufgebaut hat, welche Traffic-Quellen er mischt, wie er A/B-Tests gemacht hat – dann ist mir die Nische ehrlich gesagt zweitrangig. Den methodischen Teil kann ich oft gut auf meine eigene Situation übertragen.
Hab das im Thread zu Ads und Organic auch schon mal so gesagt: Am Ende zählt ob die Grundlogik stimmt, nicht ob ich exakt die gleiche Nische bediene.
Aber ja, wenn die Story wirklich nur aus 'ich hab Affiliate gemacht und jetzt verdiene ich gut' besteht ohne irgendwelche konkrete Einblicke, dann bringt mir auch eine Nischenangabe nichts mehr. Das Problem liegt dann tiefer.