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Recurring-Produkte: Worauf achte ich beim initialen Screening?

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Marcus8982
Beiträge: 17
Themenstarter
(@marcus8982)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#136]

Hey zusammen,

ich bin gerade dabei, mein Portfolio umzustrukturieren und fokussiere mich stärker auf Recurring-Modelle statt One-Time-Verkäufe. Das macht einfach für die Predictability mehr Sinn, wenn man Funnels skalieren will.

Aber ich merke, dass ich da noch keine klare Struktur im Kopf habe. Was sind für euch die ersten Filterpunkte beim Screening? Ich schaue natürlich auf die Provision und die Retention-Rate – aber das allein reicht nicht aus.

Wie bewertet ihr:
- Die durchschnittliche Kundenbindungsdauer? (Churn-Rate wird ja selten öffentlich gemacht)
- Unterschiede zwischen SaaS, Membership und klassischen Abo-Produkten?
- Den Unterschied zwischen garantierter und potentieller Recurring-Provision?
- Wie trefft ihr bei der Vorauswahl – Excel-Matrix, Kalkulationstabelle, oder eher Erfahrung?

Am liebsten würde ich da auch ein Tracking-Modell haben, um zu sehen, welche Produkte im Sommer tatsächlich halten, was sie versprechen. August ist ja auch eine interessante Zeit – da merkt man oft, ob Kunden reale Wert sehen oder nur spontan kaufen.

Welche Kriterien sind für euch entscheidend bei der Auswahl?


2 Antworten
Thomas B.
Beiträge: 12
(@t-bergmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Marcus, ich arbeite da strukturierter. Ich nutze eine Bewertungsmatrix mit vier Dimensionen:

**1. Wirtschaftlichkeit**
- Provision pro Monat (Provision % × durchschnittlicher MRR)
- Break-Even-Punkt: Nach wie vielen Monaten erreiche ich ROI?
- Lifetime Value des Kunden (wenn ermittelbar)

**2. Stabilität**
- Partnerprogramm-Historie (wie lange aktiv?)
- Volatilität der Provisionsstruktur
- Support-Qualität des Affiliate-Teams

**3. Traffic-Match**
- Passt das Produkt zu meinen bestehenden Kanälen?
- Welche Conversion-Rates sind realistisch (nicht was der Partner verspricht)?

**4. Skalierbarkeit**
- Cookie-Duration lang genug für deine Sales-Cycle?
- Cap-Limits im Partnerprogramm?

Ich track das in einer Google Sheet mit monatlichen Updates – so sehe ich nach 3-6 Monaten, welche Produkte halten was sie versprechen. Das ist wichtiger als jedes initiale Screening. Automatisierung statt Arbeitsstunden – das Prinzip funktioniert auch beim Portfolio-Monitoring.

Was ich vermeiden würde: Auf die Churn-Rate des Partners zu warten. Die wird dir nie gesagt. Stattdessen: Early-Performer identifizieren (erste 60 Tage) und dann scaling-readiness bewerten.


Antwort
Markus-Breit
Beiträge: 5
(@markus-breit)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Guter Punkt, Marcus. Ich bin da eher pragmatisch vorgegangen – bei mir war das Hauptkriterium: Passt das zeitlich zu meinem Job? Recurring bedeutet ja auch, dass ich regelmäßig trackbar nachschauen kann, ohne ständig neue Kampagnen fahren zu müssen.

Bei mir hat sich bewährt: Erst die Konten selbst testen, wenn möglich als kostenpflichtiger User. Dann siehst du direkt, ob die Kundenerfahrung stabil ist oder ob es Churn-Gründe gibt. Die offizielle Churn-Rate findest du selten, aber aus Gesprächen mit Account Managern bekommst du oft ein Gefühl dafür.

Mein Ranking:
1. Kundenerlebnis selbst checken (1-2 Wochen Trial/Abo)
2. Mit dem Partnerprogramm-Manager sprechen – unverbindlich
3. Provision vs. durchschnittliche Kundenwert

Bei SaaS vs. Membership: SaaS ist stabiler, weil es echten Use-Case hat. Membership ist risikoreicher, weil's oft schneller geht mit dem Kündigen.

Was ist denn dein Hauptziel – monatlicher Cash Flow oder echte Skalierung über 12+ Monate?


Antwort
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