Ich stehe gerade vor der Situation, dass ich ein Affiliate-Netzwerk beenden möchte, bin mir aber unsicher, welche rechtlichen und praktischen Punkte ich vorher klären sollte. Es geht nicht um dramatische Probleme, sondern einfach darum, dass die Provisionen dort nicht mehr passen und ich mich neu orientieren will.
Meine konkrete Sorge: Gibt es Kündigungsfristen, die ich beachten muss? Manche Netzwerk-Verträge sind ja ziemlich undurchsichtig formuliert. Und wie sieht es mit offenen Provisionen aus – bekomme ich die noch ausgezahlt, wenn ich kündige? Müssen die Kampagnen sofort offline gehen oder kann ich die noch eine Weile laufen lassen?
Zusätzlich: Sollte ich dem Netzwerk aktiv mitteilen, dass ich gehe, oder reicht es, einfach nichts mehr zu tun? Und kann es sein, dass ich wegen offener Conversions nachträglich noch Probleme bekomme?
Freue mich auf Erfahrungen – besonders von denen, die das schon mehrmals gemacht haben.
Danke für die Frage! Ich bin auch gerade in dieser Phase, mein Setup zu professionalisieren. Neben dem Administrativen würde mich interessieren: Müssen die Netzwerk-Links aus meinen bestehenden Inhalten raus, oder kann ich die einfach stehen lassen (inaktiv)? Und zählt das als Problem, wenn Rankings drunter leiden?
Kurz und knapp: Exportieren, dokumentieren, schreiben, warten, prüfen. In der Reihenfolge.
Interessante Frage aus einer Daten-Perspektive: Bevor du kündigst, würde ich ALLE Kampagnen-Daten (Performance, ROI, Attribution) exportieren, die du noch rausbekommst. Manche Netzwerke sperren dir nach der Kündigung sofort den Zugriff auf historische Daten. Das ist dann blöd, wenn du später analysieren willst, was funktioniert hat.
Technisch: Prüf, ob noch Pixel oder Tags auf deinen Seiten laufen – die solltest du bereinigen. Sonst tappen Nutzer am Ende immer noch in verwaiste Tracking-Systeme.
Aus meiner Perspektive mit Personal Brand: Die Beziehung zum Netzwerk ist noch ein Punkt. Wenn ich irgendwann zurückkomme – was total passieren kann – will ich nicht als der gelten, der einfach abgehauen ist. Deshalb: respektvoll beenden, auch wenn es nur Geschäft ist. Eine kurze Mail an den AM mit "danke für die Zusammenarbeit" ist bei mir später gute Grundlage für Rückkehrer-Gespräche gewesen. Professionell zahlt sich aus.