Hallo zusammen, ich beschäftige mich gerade mit einer Frage, die mich beruflich immer wieder einholt: Soll ich mich als Affiliate-Marke auf eine enge Nische konzentrieren oder bewusst breiter positionieren?
Ich bin seit Jahren im Haushalt- und Lifestyle-Segment unterwegs und kenne da die echten Gewinner-Produkte ziemlich gut. Meine Erfahrung zeigt: Wenn ich mich zu sehr spezialisiere (z.B. nur Reinigungsprodukte), habe ich zwar höhere Conversion-Raten, aber das Skalierungspotenzial ist begrenzt. Andererseits: Wenn ich zu breit fahre ("Alles rund ums Zuhause"), verlieren Leser den roten Faden und trauen mir nicht mehr so richtig.
Heute im August haben viele mit neuen Routinen zu Hause angefangen (Putz-Kick, Reorganisation). Das ist eigentlich ein gutes Fenster, um zu sehen, welche Positionierung bei echten Produktempfehlungen besser funktioniert.
Wie handhab ihr das? Habt ihr mit Nischen-Branding mehr verdient oder eher mit der breiteren Herangehensweise? Und wie habt ihr die Grenze gezogen – oder hattet ihr gar keine?
Ich betreibe 6 Jahre verschiedene Nischenseiten und hab beide Wege getestet. Ehrlich: Nischen-Branding gewinnt bei mir deutlich. Meine Conversion-Rates waren bei enger Positionierung um 15-20% höher. Das hab ich durch A/B-Tests gemessen.
Das "Problem Skalierung" lässt sich aber lösen – durch strategische Erweiterung. Fang mit einer starken Nische an, bau Authority auf, dann erweitere in verwandte Bereiche. Bei mir: Erst Küchen-Gadgets, dann Haushalt-Optimierung, jetzt auch Lifestyle-Produkte. Aber immer mit klarem Fokus.
Dein Punkt zum August ist interessant – das ist eine gute Test-Phase. Würde sagen: Enge Positionierung starten, Daten sammeln, dann strategisch ausweiten. Größer ist nicht immer besser, aber datengesteuert wachsen funktioniert.
Gute Frage. Aus meiner Sicht kommt's auf deine Conversion-Funnels an. Ich hab mir die Funnel-Tools mal systematisch angeschaut und gemerkt: Bei breiter Positionierung verlierst du Relevanz in den Funnel-Stufen. Nischen-Branding konvertiert konsistenter, weil der User genau weiß, wo er bei dir richtig ist.
Aber – und das ist der Knackpunkt – bei echtem Scale brauchst du dann mehrere Nischen-Brands parallel. Das ist aber aufwendig. Kennst du deine Upsell-Potenziale schon? Wenn du von Reinigung zu Organisation hinziehen kannst, ist breiter vielleicht geschickt.