Hallo zusammen,
ich stehe gerade vor einem Problem, das mir schon länger auf dem Magen liegt. Ich versuche, meinen Content für die nächsten Wochen etwas strukturierter zu planen – gerade jetzt im Sommer, wo man ja manchmal auch ein paar Tage weg ist und trotzdem Inhalte rausgehen sollen.
Bisher mache ich das ehrlich gesagt ziemlich chaotisch: ein paar Notizen hier, eine Excel-Tabelle dort, manchmal auch nur im Kopf. Das funktioniert natürlich nicht wirklich, besonders wenn man mehrere Seiten oder Themenbereiche gleichzeitig betreut.
Jetzt habe ich geschaut, was es so an Tools gibt – Trello, Notion, CoSchedule, Asana... die Liste ist lang. Aber ich kapiere nicht so richtig, welches davon für Affiliate-Content wirklich sinnvoll ist. Viele scheinen eher für große Teams gemacht zu sein, und ich arbeite überwiegend alleine.
Meine konkreten Fragen:
- Wie plant ihr eure Inhalte zeitlich voraus, speziell wenn ihr wisst, dass ihr mal eine Woche nicht aktiv sein könnt (Urlaub, Familienstress etc.)?
- Gibt es Tools, die man sinnvoll mit WordPress oder einem Redaktionskalender-Plugin verknüpfen kann?
- Lohnt sich überhaupt ein bezahltes Tool wenn man solo unterwegs ist, oder reicht eine simple Notion-Vorlage?
Freue mich über konkrete Erfahrungen, nicht über Tool-Werbung 😄
Danke
S.Hoffmann
Also ich muss da kurz einhaken, weil die Frage nach WordPress-Integration für mich zentral war. Es gibt das Plugin 'Editorial Calendar' für WordPress – kostenlos, und es zeigt direkt im Dashboard einen Kalender mit allen Entwürfen und geplanten Beiträgen. Für Affiliates die hauptsächlich auf WordPress arbeiten ist das eigentlich die naheliegendste Lösung, weil man gar kein externes Tool braucht.
Ich hab lange mit Trello rumgespielt, aber ehrlich gesagt war der Wechsel zwischen den Tabs auf Dauer nervig. Seit ich das WP-Plugin nutze, plane ich direkt dort wo der Content auch entsteht.
Zur Urlaubsplanung: Ich terminiere Beiträge immer mindestens zwei Wochen im Voraus und schreibe in ruhigeren Phasen mehr als ich brauche. Dann hat man einen kleinen Puffer. Gerade jetzt im Sommer mache ich das genauso – ein paar Artikel vorproduzieren bevor der Urlaub losgeht. Klingt simpel, funktioniert aber tatsächlich gut.
Ich hab mich mit dem Thema Planung und Markenaufbau viel beschäftigt – und was ich dabei gelernt hab: ein Tool ist nur so gut wie die Disziplin dahinter.
Ich nutz CoSchedule und zahle dafür. Ja, es ist nicht billig. Aber es hat einen echten Vorteil den die Kostenlosen nicht haben: die direkte WordPress-Verbindung funktioniert reibungslos, und ich kann Social-Posts gleichzeitig mit einplanen. Für mich als jemand der auch auf Branding-Content setzt lohnt sich das, weil ich mehrere Kanäle koordinieren muss.
Für einen reinen Soloaffiliate mit einer Seite und ohne Social-Strategie würde ich CoSchedule aber auch nicht empfehlen – da hat Lisa oben Recht. Notion kostenlos tut's dann vollständig.
Grundsätzlich: plant lieber einfach und regelmäßig als aufwändig und chaotisch. Das ist meine Erfahrung aus ettlichen Projekten. Gerade wenn man weiß dass man im Sommer mal abschalten will, hilft ein klarer Puffer-Plan enorm.
Ich nutz hauptsächlich Tools die auch Daten liefern – reine Planungstools hab ich lange nicht wirklich ernst genommen. Aber seit ich verstanden hab dass Struktur auch Conversion beeinflusst (weil konsistenter Output = mehr wiederkehrende Besucher = bessere Affiliate-Signale) schau ich das anders.
Für mich ist Notion mit einer einfachen Datenbank die pragmatischste Lösung. Was ich zusätzlich empfehle: eine Spalte für 'Traffic-Potenzial' ergänzen basierend auf eurem Keyword-Tool. So plant man nicht nur nach Datum, sondern auch nach erwarteter Wirkung.
Was ich bei der Frage etwas vermisse: Geht's euch um die Planung des Contents selbst oder auch um die Planung von Affiliate-Aktionen und Saisonalität? Das sind für mich zwei verschiedene Ebenen, und die meisten Tools decken nur die erste ab.
Hi S.Hoffmann,
die Frage kenn ich gut – ich hab bei meinen Regionalnischen-Projekten (hab dazu auch mal hier im Thread was geschrieben) genau dasselbe Problem gehabt. Mehrere Themen, aber alleine – und dann kommt der Sommer und man will ja auch mal durchatmen.
Ich nutze seit ca. einem Jahr Notion und bin ehrlich gesagt sehr zufrieden damit. Der Schlüssel ist eine eigene Datenbank mit Feldern wie 'Status', 'Veröffentlichungsdatum', 'Netzwerk', 'Keyword' und 'Seite'. Damit sieht man auf einen Blick, was wann rausgehen soll.
Mit WordPress direkt verknüpfen geht nicht out-of-the-box, aber ich pflege meine Entwürfe in WordPress schon mal vor und plane in Notion nur den Zeitplan. Das reicht mir.
Ein bezahltes Tool wie CoSchedule würde ich für Solos nicht empfehlen – das ist wirklich eher für Teams. Notion kostenlos reicht vollkommen aus, wenn man eine gute Vorlage aufbaut. Gibt auch Community-Templates speziell für Content Creator, da einfach mal schauen.