Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, ein kleines Sommerprojekt anzugehen und überlege, ob ich für eine neue Nischenseite überhaupt WordPress nehmen muss oder ob statisches HTML mit ein paar eingebetteten Affiliate-Links nicht völlig ausreicht.
Hintergrund: Die Seite soll eigentlich recht simpel werden, vielleicht 20-30 Unterseiten, kein Blog, keine dynamischen Inhalte. Reine Produktvergleiche und Empfehlungen in einer Nische, die ich nicht näher nennen möchte. Ich frage mich jetzt, ob statisches HTML da nicht sogar Vorteile hat – schnellere Ladezeiten, kein Plugin-Kuddelmuddel, keine Updates die man vergisst.
Aber ich bin mir nicht sicher: Gibt es technische Einschränkungen wenn man Affiliate-Links in rein statische Seiten einbaut? Ich meine jetzt speziell sowas wie Amazon PartnerNet – funktioniert da alles normal, oder braucht man für bestimmte Widgets zwingend PHP/JS im Hintergrund?
Außerdem: Wenn ich später doch mal mehr Seiten draus machen will, wie aufwändig ist dann der Wechsel zu einem CMS? Habt ihr sowas schon durchgezogen oder eher direkt mit einem CMS angefangen?
Freue mich auf eure Erfahrungen, bin technisch kein Profi aber bastelfreudiger Einsteiger 🙂
kurz gesagt: für 20-30 Seiten ist statisches HTML völlig ok, mach dir keinen Stress. Wenn die Seite irgendwann wächst, migrierst du halt. Ist Arbeit, aber machbar.
Ich seh das ein bisschen anders als die Vorposter. Klar funktioniert statisches HTML, aber ich würde trotzdem direkt mit einem leichtgewichtigen CMS starten, zumindest wenn SEO ein Ziel ist. Der Grund: Bei statischem HTML pflegst du Änderungen manuell auf jeder einzelnen Seite – Navigationsänderung, Footer anpassen, globaler Hinweistext. Das wird bei 30 Seiten schon nervig und du machst garantiert Fehler.
Wenn du keinen WordPress-Moloch willst, schau dir mal Publii an. Das ist ein Desktop-basierter Static-Site-Generator mit CMS-Feeling, generiert am Ende wirklich statische Dateien, die du einfach hochlädst. Beste aus beiden Welten.
Der Wechsel von reinem HTML zu einem CMS später macht mir persönlich Bauchschmerzen wegen der URL-Struktur. Hab das einmal durchgemacht und die Weiterleitungen haben mich Wochen beschäftigt. Also wenn dann lieber von Anfang an einen durchdachten Ansatz wählen.
Aus technischer Sicht ist da eigentlich wenig dagegen einzuwenden. Affiliate-Links sind HTTP-Links, die funktionieren überall. Was manchmal vergessen wird: Für korrekte Deklarationspflichten (Werbehinweise, Impressum, Datenschutz bei externem JS) brauchst du die entsprechenden Seiten trotzdem, auch bei statischem HTML. Das ist kein technisches Problem aber ein rechtliches das gern übersehen wird.
Was ich bei API-lastigen Setups gelernt hab – hab das damals im API-Limits-Thread diskutiert – ist dass du bei Amazon ohnehin aufpassen musst wieviel du über die PA-API abrufst. Bei statischen Seiten umgehst du das Problem elegant, weil du Inhalte manuell pflegst und keine automatisierten Abfragen brauchst.
Für 20-30 Seiten ist statisches HTML performancetechnisch die beste Wahl. Ich würd mir nen Static-Site-Generator anschauen (Hugo, Eleventy), da hast du die Vorteile von Vorlagen ohne PHP-Overhead.
Bin voll bei Klaus was Publii angeht, hatte das auch kurz auf dem Schirm. Und zu deiner eigentlichen Frage mit Amazon: Die einfachen Textlinks und Banner funktionieren ohne jedes Backend, einfach den Linkcode reinkopieren fertig. Nur die nativen Produktkästen (der 'Jetzt kaufen' Widget Kram) brauchen JS, aber den rendern auch normale Seiten problemlos solange das Script-Tag drin ist. Ich nutz für meine Seiten sowieso lieber selbstgebastelte Produktboxen per CSS statt die Amazon-Widgets, sieht besser aus und lädt schneller. Für den Sommer schnell was aufbauen und schauen obs läuft – statisches HTML ist da eigentlich perfekt zum Testen.