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KI für Nutzerkommentare auswerten – wie macht ihr das konkret?

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Horst B.
Beiträge: 8
Themenstarter
(@horstbrinkmann76)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#44]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit einigen Wochen mit der Frage, wie man KI sinnvoll einsetzen kann um Kommentare und Bewertungen von echten Nutzern systematisch auszuwerten. Hintergrund: Ich habe auf meinen Seiten mittlerweile eine ganze Menge Kommentare angesammelt, und ich merke dass da eigentlich ziemlich wertvolles Feedback drin steckt – Fragen die Leute stellen, Probleme die sie haben, Begriffe die sie verwenden usw. Aber das alles manuell durchzugehen kostet ewig viel Zeit.

Nun frage ich mich ob sich da KI-Tools sinnvoll einsetzen lassen. Also konkret: Kommentare reinkippen, KI analysiert welche Themen, Fragen oder Kritikpunkte am häufigsten auftauchen, und ich bekomme irgendwie eine strukturierte Übersicht. Klingt simpel aber ich weiß nicht so recht wie ich da anfangen soll.

Hat jemand sowas schon gemacht? Welches Tool, welchen Workflow? Nutzt ihr dafür einfach ChatGPT mit einem guten Prompt, oder gibt es da speziellere Lösungen? Und was macht ihr dann mit den Ergebnissen – fließt das in neue Artikel ein, in die Struktur der Seite, oder woanders hin?

Bin für jeden Hinweis dankbar. Gerne auch wenn jemand sagt dass das in der Praxis nicht so gut funktioniert wie man denkt.

Gruß, Horst


8 Antworten
Michael-Brandt
Beiträge: 27
(@michael-brandt)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Also ich muss ehrlich sagen, ich war anfangs auch skeptisch ob das wirklich was bringt. Aber hab das jetzt zweimal gemacht, einmal mit Amazon-Produktbewertungen von Konkurrenzprodukten und einmal mit eigenen Blogkommentaren, und das Ergebnis war jeweils recht brauchbar.

Bei Amazon-Bewertungen ist das übrigens auch interessant: Einfach die Rezensionen rauskopieren und analysieren lassen welche Probleme Kunden haben. Das gibt dir Stoff für Vergleichsartikel oder FAQ-Sektionen die wirklich auf reale Schmerzpunkte eingehen. Cookie-Laufzeiten und Conversion-Fragen interessieren mich seit längerem, aber die echten Nutzerprobleme zu verstehen ist nochmal ne andere Ebene.

Für den Workflow würd ich empfehlen: Nicht alles auf einmal reinwerfen. Lieber in Blöcken von 30-50 Kommentaren arbeiten, dann die Ergebnisse zusammenführen. Geht präziser.


Antwort
TomSchmidt
Beiträge: 5
(@tomschmidt)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Interessante Frage. Ich bin selbst noch relativ am Anfang (hab erst vor kurzem in dem Thread über Instagram vs. Blog diskutiert) und hab noch nicht so viele Kommentare angesammelt dass sich das lohnen würde. Aber ich merke dass ich das im Hinterkopf behalten sollte für später.

Was ich mich frage: Reicht das auch mit kleineren Mengen, so 50-100 Kommentare? Oder braucht man da wirklich hunderte damit die Auswertung irgendwas Sinnvolles ergibt?


Antwort
TechMike_85
Beiträge: 9
(@techmike_85)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich mach das tatsächlich schon seit einer Weile mit einem simplen GPT-4-Prompt. Kommentare in eine Textdatei, dann rein in den Chat mit der Anweisung: 'Analysiere diese Nutzerkommentare und liste die 10 häufigsten Fragen, Probleme und verwendeten Begriffe auf.' Klingt banal, funktioniert aber erstaunlich gut.

Den Output nutze ich direkt für Content: Welche Fragen tauchen oft auf, die ich noch nicht als eigenen Artikel habe? Das ist eigentlich besseres Keyword-Research als viele Tools die ich kenne, weil es echte Sprache von echten Leuten ist.

Einen Tipp noch: Trenn vorher Spam und echte Kommentare, sonst versaut das die Auswertung. Hab ich beim ersten Mal vergessen und dann halb die Analyse wegschmeißen müssen.


Antwort
RechtsFux67
Beiträge: 5
(@rechtsfux67)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Kurz aus einer anderen Perspektive: Wenn ihr Nutzerdaten (also Kommentare) an externe KI-Dienste übertragt, bitte vorher prüfen ob eure Datenschutzerklärung das abdeckt. Personenbezogene Daten in Kommentaren – Namen, E-Mail-Adressen wenn irgendwie mitgespeichert – gehören vor der Verarbeitung durch Dritte anonymisiert. Das ist kein Spaß, das ist DSGVO. Ansonsten ist die Idee inhaltlich nicht schlecht, nur rechtlich sauber umsetzen.


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