Hi zusammen,
bin gerade dabei meine Zahlen vom Winterhalbjahr zu analysieren und stelle fest: Meine Conversion Rate ist eigentlich ganz okay (um die 3,2%), aber der durchschnittliche Warenkorbwert ist echt mau. Liegt bei circa 47€, könnte aber definitiv höher sein.
Ich betreibe eine Affiliate-Seite im Outdoor/Garten-Bereich und jetzt wo die Leute wieder mehr Projekte draußen planen, merke ich dass sie oft nur einzelne kleine Sachen kaufen. Ein Gartenschlauch hier, ein paar Blumentöpfe da - aber nie das ganze Set oder passende Ergänzungen dazu.
Welche Upselling-Strategien habt ihr schon erfolgreich getestet? Mir ist wichtig dass es nicht zu aufdringlich wirkt. Hab schon mal mit "Kunden kauften auch" experimentiert, aber das bringt nicht wirklich viel.
Denke auch an sowas wie Bundle-Empfehlungen oder zeitlich begrenzte Zusatzangebote. Aber wie macht ihr das konkret? Direkt auf der Produktseite einbauen oder eher im Newsletter nachfassen?
Würde mich über eure Erfahrungen freuen!
Grüße
Max
Moin Max,
bei mir läuft sowas ähnlich wie bei Gerhard über die Projekt-Schiene, aber ich gehe noch einen Schritt weiter mit dynamischen Empfehlungen je nach Jahreszeit.
Gerade jetzt im Mai ist perfektes Timing für "Frühjahrs-Checklisten". Wenn jemand Blumentöpfe kauft, zeig ich eine kleine Checkliste "Was Sie für den perfekten Start in die Gartensaison noch brauchen könnten" - Erde, Dünger, Gießkanne, etc.
Technisch löse ich das über conditional content blocks. Je nach Produktkategorie werden andere Empfehlungen eingeblendet. Wichtig: Immer mit praktischem Nutzen argumentieren, nie mit "das kaufen andere auch".
Ein Trick der bei mir gut funktioniert: Stufenweise Empfehlungen. Erst das Basis-Produkt, dann "Für optimale Ergebnisse empfiehlt sich zusätzlich...", dann "Profis verwenden außerdem...". Gibt dem Kunden das Gefühl, er kann selbst entscheiden welche "Stufe" er möchte.
47€ AOV ist übrigens nicht schlecht für den Bereich. Bei mir lag es anfangs bei 32€.
Hey Max,
bei mir hat sich bewährt: Einfach ehrlich sein und echten Mehrwert bieten. Die ganzen Tricks bringen nix wenn die Empfehlungen nicht passen.
Ich mach das so: Unter jedem Produkt ein kleiner Bereich "Häufig vergessen" - da kommen dann die Kleinigkeiten die man wirklich braucht aber oft übersieht. Bei Gartenschlauch z.B. Adapter, bei Blumentöpfen die Untersetzer.
Und honestly - 47€ ist doch okay? Kommt drauf an was du verkaufst. Nicht jeder will gleich das Komplettset.
Max, das kenne ich gut aus meinen Projekten. Bei Outdoor-Sachen funktioniert meiner Erfahrung nach das "Projekt-Denken" am besten. Statt nur einzelne Produkte zu zeigen, baust du komplette Szenarien auf.
Beispiel: Wenn jemand nach einem Gartenschlauch sucht, zeigst du nicht nur den Schlauch, sondern eine komplette "Gartenbewässerung-Lösung" - Schlauch, Anschlüsse, Sprühaufsatz, vielleicht noch einen Schlauchwagen. Das packst du in einen separaten Bereich "Komplettset für optimale Bewässerung" oder ähnlich.
Wichtig ist die Begründung: "Damit haben Sie alles für die perfekte Gartenpflege" klingt viel natürlicher als "Andere Kunden kauften auch". Die Leute denken in Projekten, nicht in Einzelprodukten.
Zeitlich würde ich das direkt auf der Produktseite machen. Newsletter ist zu spät - die Kaufentscheidung fällt in dem Moment. Ich hatte gute Erfahrungen damit, solche Sets als "Spar-Bundle" zu bewerben, auch wenn der Rabatt nur symbolisch ist.