Hallo zusammen,
ich bin jetzt seit ein paar Wochen dabei und versuche meinen ersten Affiliate-Funnel aufzubauen. Ehrlich gesagt läuft es noch nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Die Conversion-Zahlen sind ernüchternd, und ich frage mich manchmal ob ich überhaupt die richtige Person für sowas bin.
Ich habe gelesen, dass viele erfolgreiche Affiliates am Anfang auch durch schwierige Phasen gegangen sind, aber das hilft mir gerade wenig wenn ich auf mein Dashboard schaue und kaum Klicks sehe. Gerade im Sommer ist es irgendwie noch schwerer, motiviert zu bleiben – alle sind gefühlt im Urlaub, ich sitze am Schreibtisch und bastle an Seiten die niemand besucht.
Meine eigentliche Frage ist: Wie geht ihr mental damit um, wenn eure Conversion einfach nicht anzieht? Habt ihr bestimmte Routinen oder Denkweisen entwickelt, die euch geholfen haben, in der Anfangsphase dranzubleiben? Ich meine nicht nur technische Tipps (davon gibt es hier ja schon viele), sondern wirklich die mentale Seite.
Wie seid ihr damals mit dem Gedanken umgegangen, dass vielleicht alles umsonst ist? Und ab wann habt ihr gemerkt, dass sich der Aufwand lohnt?
Würde mich über ehrliche Antworten sehr freuen – auch wenn sie unbequem sind 😊
Lisa
Hi Lisa, das kenne ich gut aus meiner Anfangszeit. Und ich will ehrlich mit dir sein: Das Motivationstief nach den ersten Wochen ist eigentlich ein ziemlich verlässlicher Indikator dafür, dass du die erste naive Phase hinter dir lässt und jetzt in die echte Arbeit einsteigst.
Was mir damals geholfen hat: Ich habe aufgehört, auf die Conversion-Rate zu starren, und stattdessen Prozess-Ziele gesetzt. Also nicht 'ich will diese Woche 10 Sales', sondern 'ich teste diese Woche zwei verschiedene CTAs und dokumentiere was passiert'. Das gibt dir ein Erfolgserlebnis unabhängig vom Ergebnis.
Ich hab damals auch gemerkt, dass mein Mindset deutlich stabiler wurde, als ich aufgehört habe, meine Ergebnisse mit anderen zu vergleichen. Im Forum liest man ja immer die Erfolgsgeschichten, selten die ganzen Monate in denen gar nichts passiert ist.
Ach ja – ich hatte das auch mal in nem anderen Kontext geschrieben, geht eher um Projekte: Projektprioritäten setzen wenn mehrere Jobs gleichzeitig reinkommen. Aber der Gedanke, sich auf das Wesentliche zu fokussieren, gilt hier genauso.
Dranzubleiben lohnt sich. Aber erwarte nicht, dass es sich immer gut anfühlt.
Hallo Lisa,
ich bin zwar noch nicht so lange dabei wie Markus, aber ich kann dir aus einer vielleicht etwas anderen Perspektive antworten. Ich bin Rentner und hatte am Anfang auch das Gefühl, zu spät angefangen zu haben – das ist ja eine eigene Art von Motivationsproblem.
Was ich gelernt habe: Man sollte sich nicht von kurzfristigen Zahlen entmutigen lassen. Ich habe angefangen, die kleinen Fortschritte zu dokumentieren. Nicht nur Sales, sondern auch sowas wie: Heute hab ich verstanden wie ein A/B-Test funktioniert. Heute hab ich zum ersten Mal sauber getrackt was auf meiner Seite passiert.
Diese kleinen Lernmomente sind am Anfang viel wertvoller als Conversion-Zahlen, die sowieso noch kaum aussagekräftig sind wenn der Traffic fehlt. Der Sommer eignet sich eigentlich gut zum Aufbauen, weil weniger Druck da ist – zumindest rede ich mir das ein 😄
Gib dir noch ein paar Monate, bevor du anfängst zu zweifeln ob du die richtige Person dafür bist.
Ich bin auch noch relativ neu hier und kann dir sagen: Die Tiefs kommen immer wieder, nicht nur am Anfang. Ich hatte nach meinen ersten kleinen Erfolgen sogar ein schlimmeres Tief als vorher, weil ich plötzlich wusste wie viel noch fehlt bis man wirklich skalieren kann.
Was mir geholfen hat: in der Community aktiv bleiben und ehrlich über den Stand reden, so wie du das gerade tust. Das klingt banal, aber alleine vor dem Laptop zu sitzen und auf rote Zahlen zu starren ist viel demotivierender als wenn man weiß, dass andere genau dasselbe durchmachen.
Ich sehe das ehrlich gesagt etwas nüchterner als die anderen hier.
Motivation ist ein schlechtes Fundament für ein Business. Wenn du nur dann weiterarbeitest wenn du dich gut fühlst, wird das langfristig schwierig. Was wirklich hilft ist Struktur und feste Zeiten – ich arbeite selbst neben einem Vollzeitjob an meinen Projekten und wenn ich auf Motivation warten würde käme ich nie voran.
Setz dir ganz konkrete Wochenziele die du abhaken kannst, egal wie du dich fühlst. Das ist ehrlich gesagt der einzige Tipp der wirklich funktioniert.