Hey zusammen, ich bin gerade in einer klassischen Zwickmühle und würde gerne eure praktischen Erfahrungen hören.
Ich fahre aktuell zwei parallele Kampagnen: Produkt A hat eine solide Conversion-Rate von 4,2%, aber die Provision liegt bei mageren 5%. Produkt B konvertiert deutlich schlechter (2,1%), dafür kriege ich 15% Provision.
Beim Scaling stellt sich mir die Frage: Soll ich meine Werbebudgets in die höhere Conversion-Rate pumpen und hoffen, dass sich die niedrigere Provision durch Volumen ausgleicht? Oder ist die fette Provision bei Produkt B langfristig stabiler, auch wenn ich mehr Traffic verschwende?
Ich teste gerade verschiedene Traffic-Quellen aus – Google Ads, Facebook und auch noch organischen Traffic via Content. Bei der Skalierung wird es eng, wenn die Zahlen nicht sauber sind.
Wie entscheidet ihr das in der Praxis? Gibt es eine Faustregel, oder hängt das wirklich von der einzelnen Situation ab? Interessiert mich vor allem für langfristiges Scaling, nicht für schnelle Gewinne.
Das ist eine berechtigte Frage, Helmut. Aus meiner Erfahrung: Conversion-Rate schlägt Provision fast immer beim Scaling.
Why? Weil eine hohe CR dir drei Vorteile gibt:
1. Niedrigere Customer Acquisition Costs (CAC) – du brauchst weniger Traffic für denselben Umsatz
2. Bessere Testdaten schneller – bei 4,2% CR siehst du Trends viel früher
3. Weniger Verschwendung beim Skalieren – jeder zusätzliche Euro in Traffic bringt dir mehr zurück
Produkt B mit 15% Provision klingt verlockend, aber rechne mal durch: Wenn du 1000€ Traffic ausgibst, kriegst du bei Produkt A vielleicht 60 Conversions (bei durchschnittlichem AoV von ~40€), bei Produkt B nur 30. Selbst mit doppelter Provision ist Produkt A langfristig profitabler. Außerdem stabilisiert sich die CR schneller, wenn du optimierst.
Mein Rat: Leg dich auf die 4,2%-Kampagne fest, skalier sie vernünftig und verhandel nebenbei mit dem Merchant von A um bessere Provisionen. Das ist oft möglich, wenn die Performance stimmt.
Interessanter Thread. Ich würde da aber etwas differenzieren – ich teste gerade mit KI-optimierten Landing Pages und sehe da andere Muster.
Das Problem: Du vergleichst statische Conversion-Raten, aber beide Seiten haben noch Optimierungspotenzial. Bei Produkt B könnte eine bessere Copywriting oder UX-Tweaks die CR auf 3% bringen, dann rechnet sich die Provision wieder.
Mein Tipp: Bevor du dich festlegst, nimm dir 2-3 Wochen Zeit für A/B-Tests bei Produkt B. Teste eine neue Headline, ändere den CTA-Button, optimier die Loading-Time. Mit den richtigen Tools lässt sich oft mehr herausholen, als man denkt. Dann vergleichst du echte Potenziale, nicht Ist-Zustände.
Welche Traffic-Quelle performt denn besser? Bei Google Ads kriege ich bei Product B oft bessere Intention sowieso – Facebook ist bei der Conversion eher schwach.