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Netzwerk-Provisionsmodelle im Vergleich: CPA vs. RevShare – was lohnt sich wann?

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StefanH
Beiträge: 8
Themenstarter
(@stefanh)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#58]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade intensiver damit, welche Provisionsmodelle bei Affiliate-Netzwerken langfristig mehr bringen. Bisher hab ich hauptsächlich mit CPA gearbeitet, also feste Provision pro Abschluss oder Lead. Das ist schön planbar, aber ich frage mich ob ich damit Geld auf dem Tisch liege lasse.

Bei einigen Advertisern sehe ich jetzt auch RevShare-Optionen, also prozentuale Beteiligung am Umsatz des Kunden über längere Zeit. Klingt erstmal attraktiv, aber ich versteh noch nicht ganz wie das in der Praxis funktioniert. Wer garantiert mir, dass der Advertiser die Sales auch korrekt und vollständig meldet? Und was passiert wenn der Kunde nach 3 Monaten kündigt – behalte ich dann die bisherigen Provisionen oder werden die zurückgebucht?

Ich frage das auch weil ich merke, dass je nach Nische das eine oder andere Modell vielleicht sinnvoller ist. Bei einmaligen Käufen macht RevShare keinen Sinn, klar. Aber bei Abos oder SaaS-Produkten könnte das ja ganz anders aussehen.

Hat jemand von euch Erfahrungen mit beiden Modellen gesammelt, am besten auch in verschiedenen Netzwerken? Und gibt es Netzwerke die bei RevShare besonders transparent sind, also wo ihr wirklich nachvollziehen könnt was da abgerechnet wird?

Freue mich über ehrliche Einschätzungen, auch wenn jemand sagt "lass die Finger von RevShare" – das wäre auch eine hilfreiche Antwort.

Danke,
Stefan


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7 Antworten
MarkusH
Beiträge: 25
(@markush)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich seh das ein bisschen anders als ConversionMax37 oben. RevShare ist nicht grundsätzlich riskanter – es kommt wirklich drauf an welche Nische und welchen Advertiser du nimmst.

Ich hab zum Beispiel positive Erfahrungen mit RevShare bei Finanz-Nischen gemacht, wo die Netzwerke deutlich strikter auf korrekte Abrechnung achten weil da auch regulatorisch mehr Druck drauf ist. Da ist die Transparenz oft besser als bei irgendwelchen kleinen SaaS-Anbietern die ihr eigenes Tracking basteln.

Was ich dir empfehlen würde: Schau dir an ob das Netzwerk dir Zugang zu Rohdaten gibt oder zumindest nachvollziehbare Aufschlüsselung der RevShare-Berechnung. Wenn das Dashboard nur eine Summe zeigt ohne Details, dann Finger weg.

Und ja, Rückbuchungen bei gekündigten Abos sind üblich – aber seriöse Advertiser begrenzen das auf 30-60 Tage nach dem Sale. Was darüber hinaus geht ist ein rotes Flag.


Antwort
Wolfgang92
Beiträge: 9
(@wolfgang92)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Die Faustregel die Dieter91 anspricht ist gar nicht so weit hergeholt. LTV-basierte Kalkulation ist tatsächlich der richtige Ansatz für RevShare.

Aber ich will kurz was ergänzen was bisher noch keiner gesagt hat: RevShare funktioniert trackingseitig oft problematischer als CPA. Bei CPA gibt es ein klares Conversion-Event. Bei RevShare musst du darauf vertrauen dass wiederkehrende Payments über Monate korrekt deinem Cookie oder deiner Affiliate-ID zugeordnet bleiben. Da spielen Cookie-Laufzeiten, Tracking-Stabilität und ob der Advertiser serverseitiges Tracking nutzt eine viel größere Rolle. Hab ich bei meiner Arbeit mit Cookie-Themen öfter gesehen – Cookie-Laufzeiten sind bei RevShare-Modellen noch kritischer als bei normalen Einmalsales.

Kurz gesagt: Kläre vor dem Start immer wie genau Folge-Transaktionen getrackt werden. Wenn der Advertiser da vage bleibt, lieber CPA wählen.


Antwort
Dieter91
Beiträge: 12
(@dieter91)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich bin noch relativ neu dabei aber soviel hab ich schon verstanden: der große Vorteil von CPA ist eben dass man planbar rechnen kann. Wenn ich weiß ich kriege X Euro pro Lead, dann kann ich den Traffic-Aufwand dagegenstellen.

Bei RevShare hab ich immer das Gefühl ich kann das schlecht in ne Tabelle packen weil die Zahlen zu variabel sind. Vorallem am Anfang wo man noch nicht weiß wie lange Kunden wirklich bleiben. Gibt es irgendwelche Faustregel wie man das kalkuliert? Also z.B. durchschnittliche Kundenbindungsdauer mal Monatsrate oder sowas?


Antwort
Markus-Brandt
Beiträge: 4
(@markus-brandt)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Stefan, kurz noch zum praktischen Aspekt: Ich hab gute Erfahrungen gemacht wenn man beides kombiniert – also Netzwerke sucht wo du für denselben Advertiser wählen kannst zwischen CPA und RevShare. Dann kannst du sauber A/B testen welches Modell bei deiner Zielgruppe mehr einbringt, ohne gleich alles umzustellen.

Das funktioniert natürlich nicht bei allen Netzwerken und nicht bei allen Advertisern, aber es gibt die Option öfter als man denkt. Einfach beim AM nachfragen ob es Flexibilität gibt – die sagen nicht immer von selbst dass es Alternativen gibt. Ich hab das beim Co-Marketing Thema schon mal am Rande erwähnt: direkte Kommunikation mit dem AM bringt oft mehr als man im Dashboard sieht.


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