RevShare hat mich auch lange gereizt aber ich bin inzwischen skeptisch. Das Problem ist nicht das Modell selbst sondern die Kontrollmöglichkeiten. Du siehst im Dashboard was das Netzwerk dir zeigt – aber ob das mit den tatsächlichen Advertiser-Daten übereinstimmt, das kannst du meistens nicht prüfen. Bei CPA ist das einfacher, da hast du klare Events.
Ich hab mal mit einem SaaS-Anbieter RevShare gemacht, sah erst super aus. Nach 6 Monaten wurden plötzlich Kunden als "inaktiv" markiert und Provisionen weggekürzt. War nirgendwo sauber definiert was inaktiv bedeutet. Das solltest du also vertraglich immer klären bevor du anfängst – was genau löst eine Rückbuchung aus und innerhalb welcher Frist.
Für Einsteiger würd ich erstmal bei CPA bleiben, das ist klarer kalkulierbar. RevShare lohnt sich wenn du hohe Volumina hast und den Advertiser schon länger kennst.
Gute Frage Stefan, das ist tatsächlich eines der Themen wo viele Affiliates einfach beim Erstmodell bleiben ohne groß nachzudenken.
Kurz aus meiner Erfahrung: RevShare macht wirklich nur dann Sinn wenn du Produkte promotest bei denen Kunden tatsächlich langfristig bleiben. Also SaaS, Abonnements, Finanzprodukte. Bei physischen Produkten oder einmaligen Käufen ist CPA fast immer die bessere Wahl weil du sofort Klarheit hast.
Das mit den Rückbuchungen ist ein wichtiger Punkt den du ansprichst. Bei RevShare ist das sehr advertiserabhängig. Manche rechnen wirklich sauber ab, andere... naja. Ich würde immer schauen ob das Netzwerk einen Streitbeilegungsmechanismus hat falls Zahlen nicht stimmen. Ich hab damals auch in einem anderen Zusammenhang gelernt dass Transparenz bei Netzwerken nicht selbstverständlich ist – ich hatte das in einem anderen Thread schon mal angesprochen wo es um das Loslassen von Projekten ging, aber das Vertrauen in den Advertiser spielt da rein.
Fazit: Starte mit CPA, teste RevShare parallel bei einem Advertiser dem du vertraust, und vergleich dann über 3-4 Monate.
Ich muß ehrlich sagen das mit RevShare war für mich lange ein Fremdwort. Ich hab mich da erst kürzlich eingelesen nachdem mich ein AM darauf angesprochen hat.
Was ich verstanden habe ist folgendes: Bei RevShare ist Geduld gefragt. Man sieht den vollen Ertrag erst nach Monaten, das passt nicht zu jedem. Ich selbst bevorzuge im Moment noch die klareren Modelle, schon allein weil ich dann besser überblicke was reinkommt. Aber ich kann mir vorstellen dass das für jemanden der schon länger dabei ist und mehr Überblick hat durchaus attraktiv sein kann.
Für Transparenz bei der Abrechnung – da würde ich immer schauen was im Vertrag steht bevor man sich festlegt. Manche Netzwerke sind da wirklich sehr sorgfältig, andere weniger.