Moin zusammen,
ice bin gerade dabei, verschiedene Affiliate-Netzwerke unter die Lupe zu nehmen und stoße immer wieder auf unterschiedliche Cookie-Laufzeiten. Die einen bieten 30 Tage, andere 60 oder 90 Tage. Jetzt frage ich mich: Wie wirkt sich das wirklich auf meine Einnahmen aus?
Ich arbeite ja als IT-Consultant, bin also gewöhnt, Daten zu analysieren. Aber hier bin ich ehrlich skeptisch gegenüber den üblichen Aussagen in Marketing-Blogs, die mir suggerieren wollen, dass 90 Tage automatisch "viel besser" sind. Das ist mir zu pauschal.
Konkret: Wenn ich mit Traffic-Quellen arbeite, bei denen die Conversion typischerweise innerhalb von 2-3 Tagen stattfindet, ändert eine 90-Tage-Cookie wirklich etwas? Oder kompensieren sich die Effekte durch höhere Klickraten bei kürzeren Laufzeiten?
Hat hier jemand echte Daten oder Erfahrungen, nicht nur Theorie? Interessiert mich speziell für den Vergleich: wie viel Umsatzunterschied hat sich bei euch gezeigt, wenn ihr von 30 auf 90 Tage gewechselt habt?
🔗 Tracking
Also Thomas, ich sage dir aus kaufmännischer Sicht: Es ist nicht so simpel wie "länger = besser". Mit meiner langjährigen Erfahrung würde ich hier differenzieren nach Produktkategorie.
Was ich wichtig finde: die 90-Tage-Laufzeit fängt ja theoretisch mehr Conversions ab. Aber praktisch passiert in der Zeit auch viel – der Kunde wechselt Browser, löscht Cookies, kauft bei jemand ganz anderem.
Aus meinem kaufmännischen Verständnis heraus ist das Entscheidende, ob das Netzwerk transparent macht, wie viele Conversions wirklich zugeordnet werden. Das ist die echte Rechnung. Und rechtlich ist da auch interessant – manche Programme dokumentieren die Cookie-Laufzeit gar nicht klar genug in ihren Bedingungen. Das sollte man vor Vertragsabschluss klären, gerade wenn es um regelmäßige Auszahlungen geht.
Thomas, da greifst du einen wichtigen Punkt auf. Meine Erfahrung über die Jahre: Die Cookie-Laufzeit ist weniger das Problem, die Conversion-Verzögerung ist es.
Bei meinen Partnerschaften habe ich festgestellt, dass bei Produkten mit langen Entscheidungsprozessen (B2B-Services, hochwertige Angebote) die längeren Cookie-Fenster tatsächlich relevant werden. Da passiert die Conversion eben erst nach 14-21 Tagen. Bei reinen Impulskäufen oder digitalen Produkten? Macht kaum einen Unterschied.
Mein Rat: Nicht zu sehr auf die Zahl fixieren, sondern schauen, welche Kaufkette dein Traffic durchläuft. Das ist für langfristige Partnerschaften entscheidender als die reine Cookie-Dauer. Ich habe zu diesem Thema auch schon in einem anderen Kontext geschrieben – Saisonale Produkte in Evergreen-Funnels – da geht es um ähnliche Überlegungen.