Aus rechtlicher Sicht muss man aufpassen. Datenschutz ist ja sowieso schon komplex genug. Bei Chatbots kommt noch dazu, dass oft Drittanbieter involviert sind.
Meiner Ansicht nach sollte man den Bot-Anbieter genau prüfen: Wo werden die Daten gespeichert? Wie lange? Werden sie weitergegeben? Das muss alles transparent kommuniziert werden. Ein einfacher Hinweis "Dieser Chat wird aufgezeichnet" reicht nicht aus.
Personenbeziehbare Daten sammelt so ein Bot praktisch immer - sei es die IP-Adresse oder die Chat-Inhalte. Also Vorsicht!
Bin da etwas altmodisch, aber manchmal ist weniger mehr. Bevor man jeden neuen Trend mitmacht sollte man schauen ob die Grundlagen stimmen.
Wenn deine Seiten schon gut konvertieren, kann ein Chatbot durchaus das i-Tüpfelchen sein. Aber wenn noch andere Baustellen offen sind, würde ich die zuerst angehen.
Ich teste gerade verschiedene Ansätze mit KI-Chatbots. Das Wichtigste sind meiner Erfahrung nach klare KPIs von Anfang an - sonst verzettelt man sich wieder.
Bei mir funktionieren Bots hauptsächlich als "Kaufberatung light". Einfache Fragen beantworten, zu passenden Produkten weiterleiten. Conversion-Steigerung liegt bei mir zwischen 8-15%, je nach Nische.
Tipp: Fang klein an. Erstmal nur auf einer Testseite implementieren und messen. Chat-Logs analysieren hilft enorm beim Optimieren.
Hab das vor 3 Monaten mal probiert, aber wieder entfernt. Bei meinen Nischen (hauptsächlich B2B) haben die Besucher den Bot einfach ignoriert oder fanden ihn störend.
Kann aber gut sein, dass es bei Consumer-Produkten wie Klimageräten besser funktioniert. Die Leute sind da vermutlich offener für schnelle Hilfe.