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Affiliate-Produkte mit langer Lieferdauer – wie kommunizieren?

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MichaelK
Beiträge: 5
Themenstarter
(@michaelk)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#57]

Hey zusammen,

ich beschäftige mich gerade mit einer Frage, die mir schon länger keine Ruhe lässt. Ich bewerbe aktuell ein paar Produkte, bei denen die Lieferzeiten teilweise 3-6 Wochen betragen – also keine Amazon-Lieferung am nächsten Tag, sondern eher spezialisiertes Zubehör, das aus dem Ausland kommt oder auf Bestellung gefertigt wird.

Mein Problem: Ich merke, dass Leute zwar klicken, aber dann anscheinend doch abspringen wenn sie die Lieferzeit sehen. Die Conversion-Rate ist spürbar schlechter als bei vergleichbaren Produkten mit schnellerer Lieferung.

Jetzt frag ich mich: Wie geht ihr damit um? Erwähnt ihr die Lieferzeit aktiv in eurem Content, also schreibt ihr sowas wie 'plant ihr das rechtzeitig ein' oder 'ideal wenn man nicht sofort braucht'? Oder verschweigt ihr das lieber und hofft, dass der Nutzer es selbst liest?

Ich tendiere dazu, es offen anzusprechen – also quasi Erwartungsmanagement schon im Artikel. Aber ich bin unsicher ob das die Leute dann noch mehr abschreckt oder ob Ehrlichkeit da besser konvertiert als nichts sagen.

Kontext: Es geht gerade in den Sommer, und viele meiner Nutzer suchen Produkte mit einem konkreten Verwendungsziel (Urlaub, Outdoor). Da ist Timing besonders relevant.

Freue mich über echte Erfahrungen aus der Praxis, nicht nur Theorie!


7 Antworten
S.Hoffmann37
Beiträge: 4
(@s-hoffmann37)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich seh das ein bisschen skeptischer als die anderen hier. Natürlich klingt proaktives Kommunizieren gut in der Theorie – aber in der Praxis verlierst du damit Leute, die vielleicht doch gekauft hätten wenn sie die Info erst auf der Shopseite gesehen hätten. Die Abbrüche passieren dann halt nicht bei dir, sondern beim Händler, und der zahlt trotzdem die Provision wenn der Cookie sitzt.

Ich sag nicht, dass man lügen soll. Aber 'aktiv kommunizieren' vs. 'neutral lassen und den Shop die Arbeit machen lassen' – das muss man wirklich mit eigenen Zahlen testen, bevor man das verallgemeinert. Was bei Native Ads funktioniert (wo ich viel teste) ist nicht unbedingt auf SEO-Content übertragbar. Die Nutzerintention ist eine komplett andere.


Antwort
Timo29
Beiträge: 4
(@timo29)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ja, das Framing-Ding was Marcus sagt stimmt. Ich mach das bei Nischenprodukten genauso – statt 'lange Lieferzeit' wird draus 'Produkt rechtzeitig sichern, besonders jetzt vor der Urlaubssaison'. Klingt nach Tipp, nicht nach Warnung.

Ein Punkt den ich noch ergänzen würde: Wenn du das Affiliate-Programm wechselst oder mehrere anbietest, schau auch ob einer davon einen EU-Lagerbestand hat. Manchmal gibt's dasselbe Produkt bei einem anderen Partner mit kürzerer Lieferzeit. Hatte ich schon, dass ich gemerkt hab das der ursprüngliche Anbieter einfach ungünstig war.


Antwort
Marcus W.
Beiträge: 11
(@marcus-weber35)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Kurze Antwort aus eigener Erfahrung: Ehrlichkeit konvertiert besser, zumindest mittel- bis langfristig. Ich hab das bei einem meiner Projekte getestet – einmal mit explizitem Hinweis auf die Lieferzeit im Artikel, einmal ohne. Mit Hinweis gab es weniger Klicks, aber die Abbruchrate auf der Shopseite war deutlich niedriger. Sprich: Die Leute die geklickt haben, haben auch gekauft.

Das Framing ist aber entscheidend. 'Lieferzeit 4-6 Wochen' klingt abschreckend. 'Am besten 5 Wochen vor eurem Trip bestellen' klingt nach einem konkreten Tipp – und du wirkst dabei wie jemand der Erfahrung hat, nicht wie jemand der eine Schwäche kaschiert.

Mit der Heatmap-Analyse hab ich da übrigens auch interessante Sachen rausgefunden, wie Nutzer auf solche Hinweise reagieren – wer das Thema vertieft, findet vielleicht was Nützliches: Heatmap-Daten richtig lesen – welche Tools helfen bei der Analyse?


Antwort
StefanH
Beiträge: 8
(@stefanh)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Kurz gesagt: Testen. Was bei deiner Zielgruppe und deinem Traffic funktioniert, weiß am Ende nur dein eigenes Tracking. Alles andere ist Spekulation.


Antwort
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