Ich hab mich mit dem Thema Saisonprojekte intensiv beschäftigt – was ich dabei gelernt hab: Produkte mit langer Lieferzeit brauchen immer einen zeitlichen Anker im Content. Das kann ein Event sein, ein Datum, eine konkrete Situation. Ohne Anker wirkt die Lieferzeit wie ein Hindernis. Mit Anker wird sie zur Planung.
Beispiel: 'Wer das zum Camping-Trip Ende August braucht, sollte spätestens Mitte Juli bestellen.' Das gibt dem Leser Orientierung und dir einen Grund den CTA früh im Artikel zu platzieren, nicht erst am Ende.
Für ganzjährige Produkte mit saisonalen Spitzen funktioniert das übrigens auch gut – man kann den Dringlichkeits-Frame an verschiedenen Zeitpunkten im Jahr anpassen ohne den ganzen Artikel neu schreiben zu müssen.
Was ich noch ergänzen würde: Wenn du Preisvergleichs-Elemente auf der Seite hast, kannst du da gelegentlich auch Lieferzeitinfos mit einblenden – je nach Widget. Manche Tools erlauben das, andere nicht. Ich schau mir gerade an welche Widgets da flexibel sind. Aber grundsätzlich stimme ich der Mehrheit hier zu: Offen kommunizieren, aber als Planungshilfe framen, nicht als Einschränkung. Das macht den Unterschied.
Die Cookie-Frage die S.Hoffmann anspricht ist übrigens nicht ganz unwichtig. Wenn die Lieferzeit 4-6 Wochen ist und du nur 30 Tage Cookie hast, wird's eng bei Käufern die nochmal drüber schlafen. Da lohnt sich ein Blick auf die Laufzeiten der Programmbedingungen. Hatte das Thema selbst schon – ist manchmal der eigentliche Grund warum Conversions trotz gutem Content ausbleiben, nicht die Kommunikation der Lieferzeit.
Zum eigentlichen Thema: Ich stimme zu dass proaktives Erwartungsmanagement sinnvoll ist, besonders bei saisonalem Kontext wie jetzt im Sommer. 'Jetzt bestellen für den August-Urlaub' ist klares Framing mit konkretem Mehrwert für den Leser.