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UG gründen bei 30k Affiliate-Umsatz - zahle ich dann mehr Steuern?

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SkeptikPro47
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(@skeptikpro47)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#4]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit einiger Zeit kritisch mit den gängigen Ratschlägen zur UG-Gründung im Affiliate-Bereich. Überall liest man "gründe eine UG, spare Steuern" - aber stimmt das wirklich bei meinen Zahlen?

Meine Situation: Ich mache ca. 30k Umsatz im Jahr mit Affiliate-Marketing, davon bleiben nach Abzug der Kosten (Server, Tools, etc.) etwa 22-25k übrig. Aktuell bin ich noch Kleinunternehmer und zahle ganz normale Einkommensteuer.

Jetzt überlege ich für 2026, ob eine UG Sinn macht. Aber wenn ich das durchrechne:
- UG zahlt 15% Körperschaftsteuer auf den Gewinn
- Wenn ich mir das Geld auszahle, zahle ich nochmal 26,375% Kapitalertragsteuer
- Plus Solidaritätszuschlag
- Plus die ganzen UG-Kosten (Steuerberater, Buchhaltung, etc.)

Da komme ich auf eine Gesamtbelastung von über 40%. Als Einzelunternehmer zahle ich bei dem Gewinn deutlich weniger Einkommensteuer.

Wo ist mein Denkfehler? Oder rechnen die meisten einfach falsch und eine UG lohnt sich erst ab deutlich höheren Gewinnen?

Hat jemand ehrliche Erfahrungen ohne Verkaufsabsicht?


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1 Antwort
Dieter91
Beiträge: 7
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(@dieter91)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Du hast vollkommen recht mit deiner Rechnung! Bei 25k Gewinn ist eine UG meist tatsächlich teurer. Ich hab das vor ein paar Jahren auch durchgerechnet und bin bei ähnlichen Zahlen zu dem gleichen Ergebnis gekommen.

Das Problem ist die Doppelbesteuerung - die wird oft übersehen oder schöngerechnet. Bei mir hat sich die UG erst ab ca. 50-60k Jahresgewinn gelohnt, weil dann der Einkommensteuersatz als Einzelunternehmer deutlich höher wird als die kombinierte Belastung aus Körperschafts- und Kapitalertragsteuer.

Ein weiterer Punkt: Du brauchst als UG einen Steuerberater (kostet mich ca. 2000€/Jahr) und musst bilanzieren statt EÜR. Das sind zusätzliche Kosten die bei deinem Gewinn nicht gerechtfertigt sind.

Ehrlich gesagt würde ich an deiner Stelle noch 2-3 Jahre als Einzelunternehmer weitermachen und das Geld lieber in Wachstum investieren. Wenn du dann konstant über 40-50k Gewinn kommst, kannst du nochmal rechnen. Die UG läuft dir nicht weg und du sparst dir erstmal den Aufwand.

Viele überschätzen einfach die Steuerersparnis bei kleineren Gewinnen komplett.


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