Hey zusammen,
ich beschäftige mich seit ein paar Monaten intensiver mit meiner Personal Brand auf LinkedIn und merke gerade, dass da irgendwas nicht stimmt. Ich poste regelmäßig, bekomme Reichweite, aber wenn Leute dann auf meine Seite oder zu meinen Affiliate-Angeboten kommen, konvertieren die einfach nicht. Klicks sind da, Abschlüsse fehlen.
Ich frage mich ob das ein Branding-Problem ist. Also nicht zu wenig Traffic, sondern das Branding selbst zerstört das Vertrauen irgendwie. Bin Vollzeit im Marketing tätig, ich kenne die Theorie – aber bei der eigenen Sache sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.
Was ich bisher verdächtige: Vielleicht ist mein Messaging zu unscharf, ich spreche zu viele Zielgruppen gleichzeitig an. Oder das visuelle Bild passt nicht zu dem, was ich inhaltlich mache. Auf LinkedIn wirke ich vielleicht zu 'Corporate', während meine Affiliate-Inhalte eher locker daherkommen – das könnte ein Bruch sein.
Welche Branding-Fehler habt ihr gemacht oder bei anderen gesehen, die direkt auf die Conversions gedrückt haben? Nicht die üblichen SEO-Ratschläge, sondern wirklich Brand-spezifische Sachen. Gerade im Sommer mit weniger Konkurrenz auf dem Feed würde ich das gerne angehen.
Freue mich über konkrete Erfahrungen!
Stefan
Ich hatte nach meiner langen Pause erstmal das gleiche Problem – man denkt man kennt sich aus, aber die eigene Außenwirkung ist blind spot Nummer eins.
Was ich nach meinem Neustart gelernt hab: Zu viele Versprechen auf einmal killen Conversions brutal. Wenn dein Profil sagt 'ich helfe bei Marketing, LinkedIn, Affiliate, Online-Business und Mindset' dann kauft niemand. Zu breit = kein klares Bild = kein Vertrauen = kein Klick.
Mir hat damals jemand gesagt: 'Dein Brand ist das, was Leute über dich denken wenn du nicht im Raum bist.' Wenn das diffus ist, konvertiert gar nichts. Ich hab dann erstmal alles auf eine Kernaussage reduziert und die Zahlen wurden besser – nicht sofort, aber nach 4-6 Wochen schon spürbar.
Dein Sommer-Timing ist übrigens gar nicht schlecht für sowas. Weniger Ablenkung, man kann in Ruhe aufräumen.
Ich lese hier öfter mit und frage mich ehrlich gesagt ob 'Branding' wirklich das Problem ist oder ob man das manchmal als Ausrede nimmt wenn die Zahlen nicht stimmen. Bei digitalen Produkten die ich mir anschaue merke ich: oft ist es schlicht das Angebot selbst das nicht passt, nicht das Drumherum.
Hi Stefan,
interessante Frage, ich stecke selbst noch in den Anfängen und schau mir sowas gerade von außen an. Was mir auffällt wenn ich neue Affiliate-Seiten oder Profile anschaue: der häufigste Fehler ist aus meiner Sicht ein fehlender 'roter Faden' zwischen dem ersten Kontaktpunkt und dem Angebot. Jemand liest dich auf LinkedIn, klickt, und plötzlich fühlt sich alles anders an – anderer Ton, andere Optik, andere Erwartungen. Das Vertrauen ist dann weg bevor die Seite überhaupt geladen hat.
Du sprichst das ja selbst an mit 'Corporate vs. locker'. Das ist aus meiner Sicht tatsächlich ein ernstes Branding-Problem. Nicht weil ein Stil schlechter ist, sondern weil der Bruch selbst Misstrauen auslöst. Ich habe das bei meinen ersten Affiliate-Versuchen auch gemerkt – die Leute fragen sich unbewusst: 'Wer ist das jetzt eigentlich wirklich?'
Kann nicht sagen ob das bei dir das Hauptproblem ist, aber ich würde da anfangen zu schauen.