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Erste Mitarbeiter beim Skalieren – wie habt ihr das organisiert?

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Klaus-Bergmann
Beiträge: 0
Themenstarter
(@klaus-bergmann)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#45]

Moin zusammen,

ich beschäftige mich gerade intensiv mit der Frage, wie ich meinen Betrieb strukturell aufstelle, wenn ich weiter wachsen will. Nach 15 Jahren im Affiliate-Marketing habe ich bisher fast alles alleine gemacht oder mit sehr wenigen, losen Freelancer-Kontakten gearbeitet. Das hat lange gut funktioniert, aber ich merke gerade, dass mir bestimmte Bereiche schlicht die Zeit fressen, die ich eigentlich für Produktpartnerschaften und Traffic-Strategien brauche.

Die Frage, die mich gerade umtreibt: Ab welchem Punkt fängt man an, wirklich jemanden fest ins Boot zu holen – und wie habt ihr das bei euch entschieden? Meine bisherige Überlegung ist, dass Freelancer bei klar definierten Einzelaufgaben (Content, technische Umsetzung) gut funktionieren, aber sobald es um Kontinuität geht – also jemand der wirklich mitdenkt, Prozesse kennt und eigenständig Partnerschaften begleiten kann – da stoßen Freelancer oft an ihre Grenzen.

Gleichzeitig scheue ich den Aufwand eines festen Angestellten. Nicht nur finanziell, sondern auch der ganze administrative Kram drumherum. Und jetzt im Sommer sind viele eh schwer greifbar, also ist der Zeitpunkt vielleicht eh ungünstig, um sowas anzugehen.

Wie habt ihr das gelöst? Gibt es Zwischenmodelle, die ich noch nicht auf dem Schirm habe? Freue mich über Erfahrungen aus der Praxis.


2 Antworten
Thomas-Brenner
Beiträge: 9
(@thomas-brenner)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich würde da etwas bremsen wollen.

Das Argument "Freelancer stoßen bei Kontinuität an ihre Grenzen" stimmt so pauschal nicht. Das hängt komplett davon ab wie ihr zusammenarbeitet und was ihr zahlt. Gute Freelancer die dauerhaft für einen Kunden arbeiten verhalten sich oft genauso wie interne Mitarbeiter – manchmal besser, weil sie keine Betriebsblindheit entwickeln.

Und was Partnerschaften und Kooperationen angeht: Die würde ich ehrlich gesagt nie an jemanden delegieren, der nicht tief im Geschäft drin ist. Das ist Vertrauenssache. Ich hab in 15 Jahren Online-Marketing genug Beispiele gesehen wo sowas schief gelaufen ist, weil ein Externer die Nuancen nicht kannte.

Mein Fazit: Vorher sehr genau durchdenken welche Aufgaben wirklich delegierbar sind und welche nicht. Nicht alles skaliert gleich gut mit externen Kräften. Gerade jetzt im Sommer – ich hab da gerade erst drüber nachgedacht wie erreichbar Ansprechpartner überhaupt sind, Netzwerk-Kommunikation im Urlaub – ist eh kein idealer Zeitraum für große Strukturentscheidungen.


Antwort
Klaus H.
Beiträge: 6
(@k-hartmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Aus IT-Projekt-Perspektive: Das klassische Festangestellt-vs-Freelancer-Denken greift oft zu kurz. Was wirklich hilft ist vorher zu definieren welche Aufgaben prozessierbar sind und welche Urteilsvermögen erfordern. Ersteres kannst du outsourcen oder automatisieren, letzteres musst du entweder selbst machen oder sehr eng führen.

Ich hab gute Erfahrungen damit gemacht, zunächst alles was sich wiederholt zu automatisieren bevor ich überhaupt jemanden eingestellt oder fest gebucht hab. Klingt trivial, spart aber erheblich – weil du sonst Personal für Aufgaben bezahlst die eine vernünftige Toolkette kostenlos erledigt. Bei Tracking und Reporting z.B. komplett unterschätzt wieviel da noch manuell läuft.

Erst danach, also wenn der echte menschliche Bedarf klar ist, würd ich die Strukturfrage angehen.


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