Hey zusammen,
ich bin eigentlich Entwickler und bastle seit einer Weile an verschiedenen Affiliate-Setups rum. Dabei merke ich immer wieder: Bevor man überhaupt ans Skalieren denkt, muss die Automatisierung sitzen. Sonst skaliert man im Grunde nur seinen eigenen Aufwand mit – und das macht keinen Sinn.
Meine aktuelle Situation: Ich hab ein Setup mit ein paar Content-Seiten, Track-System läuft über Voluum, E-Mail-Sequenzen über ActiveCampaign. Technisch passt das soweit. Aber ich frage mich, ob ich die Automatisierung wirklich als Grundlage betrachte oder nur als Ergänzung.
Was ich konkret meine: Automatisierung nicht nur für E-Mail-Follow-ups, sondern systematisch – Reporting, Lead-Segmentierung, Content-Distribution, vielleicht sogar Teile der Produktauswahl. Ich experimentiere gerade mit ein paar eigenen Skripten und API-Verbindungen zwischen Tools.
Meine Fragen:
– Ab welchem Punkt habt ihr angefangen, wirklich systematisch zu automatisieren (nicht nur einzelne Tasks)?
– Gibt es Tools/Kombinationen die sich für digitale Produkte besonders bewährt haben?
– Merkt ihr einen Qualitätsunterschied beim Output wenn zu viel automatisiert wird?
Ist Juli, hab etwas mehr Zeit als sonst und will das endlich sauber aufsetzen bevor ich Gas gebe. Freue mich auf echte Erfahrungen, nicht nur Theorie.
Gute Frage, ich kämpfe mit dem gleichen Thema. Bei meinen Funnel-Tests hab ich gemerkt: der Punkt wo Automatisierung wirklich Sinn macht ist wenn ein Prozess mindestens 3-4 mal identisch abläuft. Vorher lohnt der Aufwand oft nicht.
Für digitale Produkte hab ich gute Erfahrungen mit der Kombination Make (früher Integromat) + Airtable gemacht. Make für die ganzen Verbindungen zwischen Tools, Airtable als zentrale Datenbasis. Reporting läuft bei mir inzwischen komplett automatisch in ein Dashboard, kein manuelles Excel mehr.
Zur Qualitätsfrage: Ja, bei zu viel Automatisierung leidet manchmal die Personalisierung. Gerade bei E-Mail-Sequenzen merkt man das an den Öffnungsraten. Ich fahre deshalb hybrид – automatisierter Rahmen, aber bestimmte Touchpoints bleiben manuell.
Was mir noch fehlt ist eine vernünftige automatisierte Lead-Qualifizierung. Falls du da was gebaut hast mit deinen Skripten, wäre ich ehrlich gesagt sehr interessiert. Vielleicht kann man da was zusammen anschauen.
Ich steige gerade nach langer Pause wieder ein und versuche erstmal zu verstehen was sich alles verändert hat – und ich kann sagen: das ist viel.
Was ich bisher mitgenommen hab aus dem Thread hier und aus dem Keyword-Cluster Thread wo ich auch aktiv bin: Systematisches Denken ist heute deutlich wichtiger als früher. Früher hat man vieles manuell gemacht und das hat gereicht.
Aber ich wäre vorsichtig mit dem Anspruch alles auf einmal zu automatisieren. Ich hab gerade selbst gemerkt dass ich erstmal verstehen muss wie ein Prozess manuell funktioniert, bevor ich ihn automatisiere. Sonst automatisiert man vielleicht den falschen Schritt.
Als Wiedereinsteigerin finde ich Zapier noch zugänglicher als Make, auch wenn Make technisch mehr kann. Kommt halt drauf an wieviel Entwickler-Background man mitbringt – bei dir Stefan klingt das ja kein Problem zu sein.
Kurz und direkt: Automatisierung ist bei mir die absolute Basis, ohne die hätte ich nie skaliert. Hab das ausführlich in meinem Beitrag über digitale Produkte beschrieben.
Der Schlüssel war bei mir: erst eine Ebene vollständig automatisieren, dann die nächste. Nie alles gleichzeitig. Ich hab mit dem Reporting angefangen weil das messbar ist und man sofort sieht ob es funktioniert. Dann Segmentierung, dann Distribution.
Zur Qualitätsfrage – da bin ich anderer Meinung als Marcus. Ich hab keine spürbaren Qualitätsverluste wenn die Automatisierung sauber gebaut ist. Das Problem ist meistens nicht die Automatisierung selbst sondern schlecht definierte Regeln dahinter. Garbage in, garbage out halt.
API-Verbindungen selbst schreiben macht Sinn wenn du eh Entwickler bist. Spart Tool-Kosten und du verstehst genau was passiert. n8n wäre noch ein Blick wert wenn du self-hosted willst.