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Exit-Intent-Popups funktionieren zu gut - schlechtes Gewissen gegenüber Usern?

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Marcus K.
Beiträge: 9
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(@marcus_78)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#25]

Hey Leute,

ich hab seit März Exit-Intent-Popups auf meiner Camping-Zubehör Seite laufen. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: +15% Conversion, deutlich weniger Bounces. Sollte eigentlich zufrieden sein.

Aber ich hab da echt ein schlechtes Gewissen. Ich nutze selbst das Netz täglich und diese Popups nerven mich persönlich total. Gerade wenn ich mal schnell was nachschauen will und dann kommt so ein Ding mit "Warte! Verpasse nicht unsere besten Deals!" - macht mich aggressiv.

Jetzt wo die Outdoor-Saison richtig losgeht, merke ich dass die Popups bei Campingausrüstung besonders gut ziehen. Die Leute sind wohl bereit mehr Geld auszugeben wenn sie ihre Sommertrips planen. Aber gleichzeitig denke ich mir: Will ich wirklich so einer sein, der seine User nervt nur für mehr Kohle?

Kenne das Dilemma auch von anderen Seiten - überall diese Exit-Intents. Scheint zu funktionieren, sonst würden's alle machen. Trotzdem frag ich mich ob das nachhaltig ist. Vielleicht gewöhnen sich die User dran oder werden irgendwann so genervt dass sie gar nicht mehr wiederkommen?

Wie seht ihr das? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Gibt's vielleicht weniger aufdringliche Alternativen die trotzdem funktionieren?


3 Antworten
Wolfgang92
Beiträge: 4
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(@wolfgang92)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Also ich find die Diskussion bisschen übertrieben ehrlich gesagt. Exit-Intent Popups sind Standard geworden, die User erwarten das mittlerweile schon fast.

15% mehr Conversion ist heftig! Das würd ich nicht aufgeben wegen ein paar genervten Usern. Die meisten klicken einfach weg und fertig.

Aber wenn du unbedingt 'ne Alternative suchst: Probier mal Slide-ins von der Seite statt Popups. Oder Exit-Intent Bars oben/unten auf der Seite. Weniger aufdringlich aber trotzdem sichtbar.


Antwort
ConversionMax37
Beiträge: 14
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(@conversionmax37)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Verstehe dein Dilemma total. Hatte bei meinen Projekten ähnliche Gewissensbisse.

Mittlerweile hab ich für mich einen Mittelweg gefunden: Exit-Intent ja, aber mit Mehrwert statt billigen Verkaufstricks. Statt "Warte! 20% Rabatt!" biete ich z.B. einen kostenlosen Camping-Checklisten-Download oder einen Mini-Guide an. Das nervt weniger und baut trotzdem eine Beziehung auf.

Wichtiger Punkt: Frequency Capping! Zeig das Popup nur einmal pro User in 30 Tagen. Nichts ist schlimmer als wenn das Ding bei jedem Besuch nervt.

Bei der Gestaltung: Minimalistisch, schnell wegklickbar, echter Nutzen. Und niemals diese manipulativen "Nur noch 3 Stück verfügbar" Sachen.

Deine 15% Conversion-Steigerung sind schon nice. Aber langfristig ist User Experience wichtiger als kurzfristige Gewinne. Teste mal verschiedene Varianten - vielleicht findest du was das both worlds bedient.


Antwort
R.Hoffmann38
Beiträge: 4
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(@r-hoffmann38)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Interessante Fragestellung, Marcus. Aus meiner Erfahrung heraus würde ich sagen: Es kommt sehr auf die Zielgruppe und das Timing an.

Bei Camping-Equipment haben Sie vermutlich viele planende Käufer, die sich über mehrere Sessions informieren. Da kann ein gut gemachtes Exit-Intent durchaus hilfreich sein - wenn es wirklich Mehrwert bietet.

Mein Vorschlag: Segmentieren Sie Ihre Besucher. Erste Besucher bekommen vielleicht einen informativen Newsletter-Signup, wiederkehrende Besucher ein spezifisches Angebot zu dem was sie angeschaut haben.

Und testen Sie unbedingt verschiedene Delays. Manchmal reicht es schon, das Popup erst nach 3-5 Sekunden Scroll-Inaktivität zu zeigen statt sofort beim Exit-Intent.

Die 15% sind definitiv beachtlich, aber nachhaltige User-Bindung sollte Vorrang haben. In einem anderen Thread hatte ich schon mal erwähnt wie wichtig die Balance zwischen Conversion und User Experience ist.


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