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Steuererklärung erst im Juli abgeben – drohen Zinsen?

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Thomas-Krause
Beiträge: 11
Themenstarter
(@thomas-krause)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#37]

Hallo zusammen,

ich weiß, das klingt vielleicht blöd, aber ich habe meine Steuererklärung für 2025 bisher noch nicht eingereicht. Jetzt ist schon Juli 2026 und ich bin ehrlich gesagt nicht sicher, was mir das jetzt konkret einbringen kann an Problemen.

Hintergrund: Ich mache Affiliate seit etwa anderthalb Jahren, habe mich damals ordentlich angemeldet, mache Kleinunternehmer. Die Einnahmen sind noch überschaubar, aber ich habe halt einiges an Ausgaben gehabt – Tools, Hosting, Domain, das übliche Zeug.

Mir ist bekannt, dass die reguläre Frist 31. Juli ist, also habe ich theoretisch noch ein paar Tage. Aber ich weiß nicht ob das wirklich knapp wird oder ob ich da noch entspannt ran kann. Und falls ich die Frist tatsächlich verpasse – was passiert dann genau? Fallen da automatisch Zinsen an oder gibt es erstmal nur eine Mahnung? Ich hab gelesen, dass das Finanzamt bei Kleinbeträgen manchmal nicht so streng ist, aber ich bin mir nicht sicher ob das stimmt.

Hat jemand Erfahrung damit gemacht, ob und wie schnell das Finanzamt reagiert wenn man die Frist überzieht? Bin dankbar für jeden Hinweis, auch wenns unangenehm ist.


3 Antworten
Stefan-Tech
Beiträge: 22
(@stefan-tech)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Was S.Weber63 zum Schätzbescheid schreibt stimmt – das ist tatsächlich das größere Risiko als der Verspätungszuschlag selbst. Hab ich bei einem Bekannten miterlebt, das hat dann Wochen gedauert bis das korrigiert war.

Noch ein Hinweis der manchmal untergeht: Wenn du einen Steuerberater einschaltest, verlängert sich die Frist automatisch bis Ende Februar des übernächsten Jahres. Das wäre dann Februar 2027. Für dieses Jahr ist das natürlich zu spät um das noch zu nutzen, aber für zukünftige Jahre kann das entspannen.


Antwort
TechAffi42
Beiträge: 12
(@techaffi42)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Das Thema kenn ich, hab mich damals auch erst spät damit beschäftigt. Kurz gesagt: Die reguläre Abgabefrist ohne Steuerberater ist tatsächlich der 31. Juli des Folgejahres – also hast du noch ein paar Tage, nutz sie.

Wenn du die Frist verpasst, kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag festsetzen. Der beträgt laut aktuellem Stand 0,25% der festgesetzten Steuer pro Monat, mindestens aber 25 Euro pro angefangenem Monat. Das klingt erstmal wenig, summiert sich aber. Zinsen auf Steuernachzahlungen gibt es zusätzlich ab einem bestimmten Karenzmonat.

Bei Kleinunternehmern mit geringen Einnahmen passiert oft erstmal gar nichts außer einer Erinnerung, aber verlassen würde ich mich darauf nicht. Ich hab zum Thema Kleinunternehmer übrigens auch im Thread Kleinunternehmerregelung vs. Vollgewerbe - wann muss ich wechseln? was geschrieben – vielleicht auch relevant für dich.

Kurze Empfehlung: Wenn du noch dieses Wochenende rangehst und alles zusammen hast, schaffst du das noch rechtzeitig. Elster ist für einfache Fälle wirklich machbar.


Antwort
S.Weber63
Beiträge: 10
(@s-weber63)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich mach das auch neben dem Hauptjob und kenn das Gefühl – man schiebt sowas gern auf, gerade im Sommer wenn eh viel los ist.

Aber ich würd das jetzt wirklich nicht mehr auf die lange Bank schieben. Der Verspätungszuschlag ist das eine, aber manchmal schickt das Finanzamt nach verpasster Frist auch einfach einen Schätzbescheid. Das ist dann deutlich unschöner als wenn man selbst was einreicht, weil die fast immer zu hoch schätzen. Dann sitzt du plötzlich auf einer Nachzahlung die viel höher ist als sie sein müsste.

Und falls du Ausgaben absetzen willst – was du ja sagst – dann musst du ohnehin aktiv einreichen, sonst nimmst du dir das selbst weg. Das Finanzamt setzt von sich aus keine Ausgaben an.

Also: noch dieses Wochenende anfangen, Belege raussuchen, Elster aufmachen. Das schaffst du.


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