Moin zusammen,
ich bin jetzt seit gut zwei Jahren mit meinem Affiliate-Projekt aktiv und verdiene damit monatlich zwischen 800 und 1.500 Euro nebenbei. Mein regulärer Job läuft weiter, aber die Provisionseinnahmen sind mittlerweile stabil genug, dass ich mich damit auseinandersetzen muss.
Bisher habe ich einen Steuerberater, der mir alles abrechnet – kostet mich etwa 150 Euro im Monat. Das ist praktisch, aber langsam fragt man sich, ob das überhaupt nötig ist. Meine Einnahmen sind ja nicht kompliziert: ein paar Netzwerke, relativ transparente Ausgaben für Tools und Hosting.
Ich überlege nun, ob ich mit einer guten Steuersoftware selbst klar komme. Habt ihr damit Erfahrung gemacht? Was ich interessiert: Welche Software nehmt ihr? Wie viel Zeit investiert ihr monatlich? Und vor allem – ab welcher Größe wird das Selbermachen unsicher?
Es geht mir nicht um Trickserei, sondern einfach um Transparenz und das Gefühl zu haben, dass ich meine Zahlen wirklich verstehe.
Danke schon mal!
Bei deinen Zahlen würde ich ehrlich sagen: Vergiss den Steuerberater. Mit 1.500 Euro monatlich ist das viel zu teuer.
Ich nutze WISO Steuersparbuch seit Jahren, kostet knapp 40 Euro im Jahr. Für dein Volumen völlig ausreichend. Man muss nur seine Belege ordentlich sammeln und am Ende des Jahres alles ins System eintragen. Mit automatisierter Buchführung (Sevdesk oder ähnlich) läuft das locker nebenher.
Wo ich allerdings vorsichtig wäre: Auslandsnetzwerke und Umsatzsteuer-Themen. Wenn du da unsicher bist, lieber noch zwei-drei Stunden mit nem Berater abstimmen statt blind zu hoffen. Aber als Daueraufgabe? Unnötig bei deinem Umsatz.
Das ist genau die Frage, die ich mir auch gestellt hab, als ich nach der Pause wieder angefangen hab. Meine Erfahrung: Kommt drauf an, wie sehr dir die Sicherheit Ruhe gibt.
Ich arbeite mit Lexware, das ist super intuitiv und kostet etwa 50 Euro jährlich. Aber ehrlich gesagt – gerade beim Thema Umsatzsteuer bei ausländischen Netzwerken (hab ich ja früher hier auch mal gefragt: USt. bei ausländischen Affiliate-Netzwerken) – da würde ich nicht 100% auf meinen Eigenverstand setzen. Vielleicht das Beste: Software nutzen, aber einmal im Jahr einen Berater für Prüfung buchen. Best of both Worlds.
Guter Punkt von dir. Ich hab das gleiche durchdacht – bin aber ein anderer Weg gegangen: Ich nutze jetzt ein Bookkeeping-Tool (Fastbill) und mache die Struktur selbst, lass dann nur noch die finale Steuererklärung von nem Steuerberater prüfen. Kostet mich insgesamt etwa 100 Euro im Monat, spart aber Zeit und ich sehe alle Zahlen in Echtzeit.
Aber wichtig: Voraussetzung ist, dass du wirklich discipliniert bist mit Belegen und monatlichen Abschlüssen. Sonst stehst du im Dezember da und packst alles in einen Karton – dann brauchst du wieder nen Berater.
Wie sieht denn deine aktuelle Ausgabensituation aus? Sind das hauptsächlich Software-Abos, oder hast du auch Hardware und Homeoffice-Kosten?
Also ich bin ja mega neu darin, aber würde das auch nicht unterschätzen – selbermachen als totale Anfängerin. Bin froh, dass ich noch einen Steuerberater hab, sonst würde ich nur Fehler machen. Vielleicht könnte man ne Art Hybrid machen? 🤔