Hey zusammen, ich hab ne Frage die mich gerade beschäftigt, weil ich ja nächstes Jahr mal wieder alle Zahlen checken sollte.
Ich bin seit 8 Jahren im Affiliate-Geschäft unterwegs und bin derzeit noch unter der Kleinunternehmerregelung. Mein Umsatz ist dieses Jahr aber stetig gestiegen – bin jetzt irgendwo bei knapp 70k€ im laufenden Jahr und die Tendenz ist deutlich nach oben. Viele meiner Tools und Software-Abos zahle ich im Ausland oder über internationale Anbieter, und mir ist nicht ganz klar, wie das dann mit der Umsatzsteuer läuft.
Wenn ich zur regulären Umsatzsteuerveranlagung wechsle, kann ich ja die Vorsteuern zurückholen – das spart mir potentiell ne Menge. Andererseits habe ich halt auch deutlich mehr Administrationsaufwand und muss die Steuererklärung komplizierter machen.
Meine Frage: Bei welchem Umsatz lohnt sich der Wechsel wirklich? Und wie handhabe ich das mit den ausländischen Abos? Zahle ich da automatisch Umsatzsteuer, oder muss ich da was spezielles beachten?
Wäre dankbar für eure Erfahrungen, vor allem von denen die den Wechsel schon gemacht haben.
Ich hab das selber mal gemacht und kann dir sagen: Das hört sich immer einfacher an, als es ist. Bei mir hat der Wechsel erst ab 80k+ wirklich Sinn gemacht, weil die Compliance-Last einfach massiv steigt. Du brauchst besseres Tracking, musst schneller reagieren auf Finanzamt-Anfragen und die EÜR wird deutlich aufwendiger.
Mein Tipp: Rechne konkret durch, wie viel Vorsteuer du tatsächlich zurückholen kannst – nicht nur auf Tools, sondern auch Hardware, Hosting, alles. Dann vergleiche das mit dem realistischen Mehraufwand. Manche Steuersoftwares helfen da, aber kostenlos ist das nicht. Wie sieht's denn bei dir mit der Betriebsausgabenseite aus? Hast du viel Hardware dabei?
Für mich war die Schwelle bei rund 75k. Wichtig: Bei internationalem Traffic und Netzwerken auf die Quellensteuer achten – die ist nicht automatisch berücksichtigt.