Seite wählen

Vorauszahlungen ans...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Vorauszahlungen ans Finanzamt – wie plant ihr das bei wachsenden Einnahmen?

3 Beiträge
3 Benutzer
0 Reactions
10 Ansichten
Lisa W.
Beiträge: 10
Themenstarter
(@lisa-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#42]

Hallo zusammen,

ichbin seit ein paar Monaten dabei und versuche mein kleines Affiliate-Business gerade so langsam zu skalieren. Bisher lief das noch recht überschaubar, aber seit dem Frühjahr steigen die Einnahmen zum Glück etwas an – was natürlich schön ist, mich aber gleichzeitig verunsichert.

Jetzt im Sommer merke ich, dass ich eigentlich gar keinen richtigen Plan habe, wie ich mit Steuervorauszahlungen umgehen soll. Ich habe gehört, dass das Finanzamt irgendwann automatisch Vorauszahlungen festsetzt, wenn die Einnahmen eine gewisse Höhe erreichen. Aber wann passiert das genau? Und wie viel sollte ich von meinen Einnahmen zurücklegen, damit mich am Jahresende keine böse Überraschung erwartet?

Mich interessiert besonders: Wie macht ihr das praktisch? Legt ihr einfach einen festen Prozentsatz beiseite, oder rechnet ihr das irgendwie genauer durch? Gibt es eine Faustregel, die sich bewährt hat?

Ich will das von Anfang an richtig angehen und nicht erst nachher merken, dass ich zu wenig zurückgelegt habe. Bin für jeden Erfahrungsbericht dankbar, auch wenn die Situation bei jedem natürlich ein bisschen anders ist.


2 Antworten
Sarah-Brenner
Beiträge: 7
(@sarah-brenner)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Die Frage kenne ich gut, die hab ich mir selbst auch gestellt als ich angefangen hab. Ich lege aktuell pauschal 30% von allem beiseite was reinkommt – das ist zugegebenermaßen geschätzt, aber ich hab lieber etwas zu viel gespart als zu wenig. Ob das bei dir passt hängt natürlich stark davon ab ob du noch andere Einkünfte hast, Sonderausgaben usw.

Was ich auch noch gelernt hab (und das hat mich überrascht): Das Finanzamt setzt Vorauszahlungen erst ab einem bestimmten Betrag fest, ich glaube ab 400€ Steuerschuld im Jahr, aber das solltest du nochmal selbst nachprüfen. Ich hab dazu übrigens im Thread zu Belegen und Affiliate-Ausgaben auch einiges mitgenommen, weil da auch kurz über Nachzahlungen geredet wurde.

Kurz gesagt: Rücklage bilden von Anfang an, lieber etwas mehr als zu wenig. Und wenn die Einnahmen wirklich konstant steigen, irgendwann einen Steuerberater zumindest für eine Erstberatung aufsuchen.


Antwort
Markus B.
Beiträge: 3
(@conversionprofi7)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

30% als Faustregel ist okay für den Anfang, aber ehrlich gesagt zu ungenau sobald das Business ernsthafter wird. Bei Affiliate-Einnahmen ohne Mitarbeiter und mit überschaubaren Ausgaben lande ich nach meiner Erfahrung eher bei 25% netto nach Betriebsausgaben – aber das variiert je nach Gesamteinkommen, Steuerklasse und ob Kirchensteuer dazukommt oder nicht.

Wichtigerer Punkt den viele unterschätzen: Das Finanzamt setzt die Vorauszahlungen auf Basis deiner letzten Steuererklärung fest. Wenn deine Einnahmen also gerade stark wachsen, hinken die Vorauszahlungen hinterher und du bekommst am Ende eine Nachzahlung die unangenehm hoch sein kann. Gegenmaßnahme: Du kannst beim Finanzamt selbst eine Anpassung der Vorauszahlungen beantragen, wenn du merkst dass dein Gewinn deutlich höher wird als im Vorjahr. Das machen viele nicht, weil sie es nicht wissen.

Für Skalierung allgemein: Ich tracke meine Einnahmen monatlich und reserviere den Steueranteil sofort auf einem separaten Konto. Das klingt banal, ist aber das Einzige was wirklich funktioniert.


Antwort
Teilen: