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Paid Ads Conversion-Tracking nach 8 Jahren Pause – was hat sich wirklich verändert?

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S.Richter
Beiträge: 9
Themenstarter
(@s-richter)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#77]

Hallo zusammen,

ich war von 2016 bis jetzt so gut wie komplett weg vom Affiliate-Marketing und versuche gerade, mich neu einzulesen. Damals hat man halt Google Analytics eingebunden, ein bisschen mit Pixel rumgebastelt und das war's mehr oder weniger. Heute sieht das alles deutlich komplizierter aus.

Mein Fokus liegt diesmal auf Paid Ads – hauptsächlich Google und Meta – mit datengetriebenem Ansatz. Ich möchte Conversions wirklich sauber tracken und optimieren, nicht einfach Budget reinstecken und hoffen. Früher hat man das einfacher hinbekommen, aber Cookie-Consent, iOS-Updates, serverseitiges Tracking... das ist alles neu für mich.

Meine konkreten Fragen:

- Welche Tools nutzt ihr 2024/2025 für zuverlässiges Conversion-Tracking bei Paid Ads, speziell im Affiliate-Kontext?
- Hat jemand Erfahrung mit serverseitigem Tracking z.B. über Stape oder ähnliche Lösungen? Lohnt sich der Aufwand wirklich?
- Gibt es Tools die ihr explizit NICHT mehr empfehlen würdet, weil sie veraltet sind oder einfach nicht mehr funktionieren wie früher?

Ich bin nicht auf der Suche nach schnellen Tipps, mir geht es wirklich darum zu verstehen was heute funktioniert. Budget für Tools ist vorhanden, ich möchte aber nicht blind in teure Abos investieren ohne solide Grundlage.

Freue mich über ehrliche Einschätzungen – auch wenn die Antwort lautet: "Das ist heute grundlegend anders als du denkst."

Danke, Stefan


4 Antworten
Marcus W.
Beiträge: 10
(@marcus-weiss)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich möchte kurz einen Punkt ergänzen, der in solchen Diskussionen fast immer untergeht: die rechtliche Seite des serverseitigen Trackings.

Nur weil serverseitiges Tracking technisch den Cookie-Consent umgehen *kann*, bedeutet das nicht, dass es das darf. Das ist ein Irrtum der sich hartnäckig hält. Auch serverseitiges Tracking, bei dem personenbezogene Daten verarbeitet werden – IP-Adressen, Nutzer-IDs, Gerätefingerprints – fällt unter die DSGVO und braucht eine Rechtsgrundlage. Meist ist das weiterhin Einwilligung.

Ich habe das im Cookie-Consent Thread schon ausführlicher erläutert – wer glaubt, mit Server-Side-Tracking das Consent-Problem elegant zu lösen, baut sich unter Umständen ein größeres Problem auf als vorher.

Für Paid Ads im Affiliate-Bereich ist das besonders relevant, weil du zusätzlich die Vertragsbedingungen der Netzwerke beachten musst. Manche Merchants schließen explizit aus, dass Affiliate-Traffic über Dritttools weitergeleitet oder analysiert wird.

Das soll keine Panikmache sein – aber wer nach 8 Jahren Pause neu startet, sollte das Fundament diesmal von Anfang an solide legen.


Antwort
SarahK87
Beiträge: 26
(@sarahk87)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hallo Stefan, willkommen zurück! 🙂

Ich bin selbst noch relativ neu hier und beschäftige mich intensiv mit genau diesen Fragen. Zum Thema Tracking ohne Cookies hab ich auch schon einiges zusammengesucht, in diesem Thread sind da ganz brauchbare Sachen drin.

Was ich bisher gelernt hab: Für Paid Ads im Affiliate-Bereich nutzen viele RedTrack oder Voluum als dedizierte Affiliate-Tracker, weil du da Kampagnen-Kosten und Conversions zusammen siehst – das geht mit GA4 allein nicht wirklich sauber. Beide haben aber ihre Tücken was DSGVO angeht (wie Marcus schon sagt).

Ich selbst teste gerade RedTrack auf einem kleinen Projekt und bin noch unentschieden. Die Einrichtung hat länger gedauert als gedacht und die Dokumentation ist nicht immer aktuell. Bin gespannt was du rausfindest, ich glaube viele hier sind an deinen Ergebnissen interessiert wenn du erstmal ein paar Wochen Erfahrung gesammelt hast!


Antwort
Klaus_1959
Beiträge: 0
(@klaus_1959)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Als jemand der aus dem klassischen Kaufmännschen kommt und hier eher lernend unterwegs ist: mich würde interessieren was solche Tracking-Tools monatlich kosten und ob die steuerlich als Betriebsausgabe absetzbar sind. Das scheint mir praktisch genauso wichtig wie die technische Frage – gerade wenn man wie Stefan mit echtem Budget einsteigt.

Die technischen Details übersteigen ehrlich gesagt mein aktuelles Verständnis, aber die Kostenfrage stellen sich sicher mehr als nur ich.


Antwort
TechSkeptiker_75
Beiträge: 3
(@techskeptiker_75)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Stefan, ich kann deine Verwirrung gut nachvollziehen – das Tracking-Ökosystem hat sich in den letzten Jahren massiv verändert, und viele der hochgepriesenen Lösungen sind bei genauerer Betrachtung weniger robust als behauptet.

Zu serverseitigem Tracking: Stape ist tatsächlich eine der saubereren Lösungen die ich gesehen habe, aber der Aufwand ist nicht zu unterschätzen. Du brauchst ein solides Verständnis wie Google Tag Server-side Container funktionieren, sonst baust du dir Datenlücken ein die du erst Wochen später bemerkst. Der Vorteil gegenüber clientseitigem Tracking ist real – besonders bei Meta-Kampagnen wo der Browser-Pixel durch iOS14+ stark eingeschränkt ist.

Was ich aus IT-Sicht kritisch sehe: Viele empfehlen einfach "nimm Hyros" oder "nimm Northbeam" ohne zu prüfen ob das für Affiliate-Traffic überhaupt passt. Diese Tools sind eher für E-Commerce mit eigenem Produkt gebaut. Bei reinem Affiliate fehlt oft der direkte Datenzugriff auf die Bestellseite des Merchants.

Mein ehrlicher Tipp: Fang mit Meta CAPI direkt und einem sauber konfigurierten GA4 an, bevor du in dritte Tools investierst. Erstmal verstehen was die Rohdaten zeigen, dann optimieren.


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