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KI für Affiliate-Recherche: Welche Prompts bringen wirklich was?

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TechKritiker_78
Beiträge: 3
Themenstarter
(@techkritiker_78)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#52]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit einer Weile mit KI-Tools im Affiliate-Kontext und merke, dass ich ehrlich gesagt oft nicht weiß, ob ich das Potenzial wirklich ausschöpfe. Man liest ja ständig, man solle 'bessere Prompts' schreiben – aber was heißt das konkret?

Ich rede nicht von Content-Erstellung. Das ist abgehakt. Mir geht es mehr um den Recherche-Prozess selbst: Wenn ich zum Beispiel eine neue Nische evaluieren will, ein Thema tiefer durchdenken möchte oder einfach strukturiertere Entscheidungsgrundlagen brauche – wie formuliert ihr dann eure Anfragen an die KI?

Ich hab das Gefühl, ich stelle meistens zu allgemeine Fragen und bekomme dann auch entsprechend generische Antworten zurück. Wenn ich mehr Kontext mitgebe, wird es besser – aber es gibt sicher Systematiken oder Frameworks, die ihr euch über die Zeit erarbeitet habt.

Konkret interessiert mich:
– Gibt es Prompt-Strukturen, die ihr immer wieder verwendet?
– Wie gebt ihr der KI genug Kontext ohne ewig zu tippen?
– Nutzt ihr dafür gespeicherte Prompts, eigene Systeme oder macht ihr das noch manuell?

Das Thema ist gerade für mich aktuell, weil ich die ruhigere Ferienzeit nutzen will, um solche Grundlagen endlich sauber aufzubauen, statt immer nur zu reagieren.

Freue mich über konkrete Erfahrungen, nicht nur Theorie.

Gruß, TechKritiker_78


7 Antworten
StefanH
Beiträge: 8
(@stefanh)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Was Marcus-Weber sagt ist nicht falsch, aber ich glaub das schließt sich nicht aus. KI als ergänzendes Tool – da bin ich komplett dabei.

Was ich konkret mache: Ich hab mir in Claude einen eigenen 'Projekt-Kontext' aufgebaut. Also eine Art Steckbrief meiner Seite – Thema, bisherige Top-Seiten, ungefähre Traffic-Zahlen, Zielgruppe. Den füge ich bei komplexeren Recherchen einfach mit ein. Die Antworten sind dann deutlich weniger generisch.

Ein Tipp noch zum Thema Prompts kürzer halten: Bullet Points statt Fließtext. Die KI verarbeitet strukturierte Infos meist besser, und man schreibt auch weniger. So in der Art:
- Nische: XY
- Ziel: Kaufentscheidungshilfe für Einsteiger
- Problem: Wettbewerb sehr hoch
- Frage: Welche Unterwinkel wurden noch nicht erschöpft?

Das funktioniert bei mir zuverlässiger als lange Absätze.


Antwort
Marcus K.
Beiträge: 6
(@marcus8978)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Also ich nutze seit längerer Zeit sogenannte 'System-Prompts' die ich in einer einfachen Textdatei gespeichert hab. Beim Start einer neuen Recherche-Session kopiere ich einfach den passenden Kontext rein – Nische, Zielgruppe, meine bisherigen Annahmen, was ich schon getestet hab.

Das spart enorm Zeit weil die KI nicht von null anfängt. Wichtig ist dabei: Ich beschreibe immer auch was ich NICHT brauche. Also sowas wie 'Keine allgemeinen SEO-Grundlagen, ich kenne die. Fokus ausschließlich auf...' – das verhindert diese generischen Einleitungs-Absätze die man sonst bekommt.

Für die Ferienzeit würde ich empfehlen, mal einen halben Tag nur damit zu verbringen, 5-6 Basis-Prompts sauber auszuformulieren und zu testen. Das ist eine Investition die sich schnell amortisiert.


Antwort
Markus K.
Beiträge: 7
(@datatracker47)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Aus Tracking-Perspektive würde ich noch einen Aspekt ergänzen den ich hier vermisse: Dokumentiert eure Prompts UND die dazugehörigen Outputs mit Datum. Klingt pedantisch, aber wenn man nach 3 Monaten zurückschaut sieht man sehr klar welche Prompt-Strukturen konsistent gute Ergebnisse geliefert haben – und welche nicht.

Ich mache das in einer simplen Tabelle: Datum, Prompt-Typ, Ziel, Output-Qualität (1-5), Notizen. Das ist quasi A/B-Testing für Prompts. Gerade wenn man verschiedene KI-Tools vergleicht ist das Gold wert. Ohne Daten redet man sonst nur über Gefühle.


Antwort
Marcus-Weber
Beiträge: 5
(@marcus-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich seh das ehrlich gesagt etwas kritischer als die anderen hier. Prompt-Engineering ist natürlich hilfreich, aber ich glaube der Grundfehler liegt oft woanders: Man fragt die KI nach Dingen, die man eigentlich selbst wissen oder durch echte Daten beantworten müsste.

Wenn ich eine Nische evaluiere, schaue ich zuerst auf reale Zahlen – Search Volume, bestehende Wettbewerber, Conversion-Daten aus ähnlichen Projekten. Die KI kommt danach, um diese Daten zu strukturieren oder Lücken im Denkprozess aufzudecken. Nicht andersrum.

Bei mir hat sich bewährt: KI als 'Advocatus Diaboli' – ich präsentiere meinen Recherche-Stand und bitte explizit darum, alles in Frage zu stellen. Das ist ehrlicher Mehrwert. Aber als primäres Recherchetool für Affiliate-Entscheidungen? Da bin ich skeptisch. Da hab ich nach 6 Monaten gelernt dass Bauchgefühl plus Daten oft mehr bringen als schöne KI-Outputs.


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