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Affiliate-Links richtig kennzeichnen: gesetzliche Pflichten

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Klaus H.
Beiträge: 8
Themenstarter
(@klaus_1952)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#83]

Moin zusammen,

ice bin gerade dabei, mein erstes ernsthafteres Affiliate-Projekt in WordPress aufzubauen – eine Nischen-Site zu Produktvergleichen. Bisher habe ich mich eher mit der technischen Seite beschäftigt (CMS-Konfiguration, Plugin-Setup etc.), aber jetzt stellt sich mir die Frage nach der korrekten rechtlichen Kennzeichnung.

Ich habe schon einige widersprüchliche Infos gelesen: Die einen sagen, jeder Link braucht eine Kennzeichnung, andere meinen, ein Hinweis in der Datenschutzerklärung reicht aus. Und dann gibt's da noch Unterschiede zwischen Content-Links im Text, Sidebar-Widgets und vergleichsmatrizen.

Meine konkrete Situation:
- Affiliate-Links auf einer WordPress-Produktvergleich-Site
- Mix aus redaktionellen Inhalten und Affiliate-Tabellen
- Haupteinnahmen über Amazon und spezialisierte Netzwerke
- Keine großen Mengen an Paid-Ads geplant

Wie geht ihr da vor? Gibt es ein Best-Practice-Setup, das rechtlich sauber ist und nicht zu sehr das UX killt? Freue ich mich auf eure Erfahrungen.


3 Antworten
Stefan84
Beiträge: 7
(@stefan84)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Klare Antwort: Du brauchst Kennzeichnung direkt am Link. Ein einzelner Satz auf der Seite reicht nicht.

Aber Achtung – und das wird oft übersehen: Die Vorschriften sind nicht nur UWG + LFGB, sondern auch die Affiliate-Netzwerk-Nutzungsbedingungen spielen rein. Manche fordern sogar eine Kennzeichnung UND Offenlegung im Impressum. Hast du deine Netzwerk-Verträge mal genau gelesen?

Mein Ansatz: Dokumentiere deine Kennzeichnungs-Strategie schriftlich, damit du im Fall einer Abmahnung zeigen kannst, dass du *aktiv* daran gearbeitet hast. Das ist in meiner Erfahrung ein unterschätzter Rechtschutz.

Wie ich in diesem Thread schon ausführlich recherchiert habe ( https://affiliate-community.com/recht/recht/rechtliches/nutzungsbedingungen-von-affiliate-netzwerken-rechtlich-bindend-1782720423/), sind NB's tatsächlich rechtlich bindend – und das betrifft auch Kennzeichnungspflichten.


Antwort
Lisa W.
Beiträge: 10
(@lisa-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hallo Klaus,

das ist eine super wichtige Frage, und ich freue mich, dass du das ernst nimmst! Ich bin ja auch gerade dabei, mein Business zu skalieren, und habe mich damit auch schon intensiv auseinandergesetzt.

Aus meiner Recherche: Du brauchst *explizite* Kennzeichnungen direkt beim Link, nicht nur in der Datenschutzerklärung. Das ist tatsächlich der sichere Weg. Ich nutze bei meinen Seiten ein WordPress-Plugin, das automatisch "[Anzeige]" oder "*Affiliate-Link" vor jeden Affiliate-Link setzt – je nachdem, wie ich es konfiguriert habe.

Bei Tabellen und Vergleichen: Da würde ich eine Kopfzeile machen wie "Diese Seite enthält Affiliate-Links" oder ähnlich, damit es wirklich klar ist. Rechtlich sicherer ist aber dennoch, jede Spalte oder jede Produktbox zu kennzeichnen.

Das killt die UX anfangs, aber Nutzer gewöhnen sich dran. Wichtiger: Du schläfst ruhiger! 😉

Wie ich vorher schrieb ( https://affiliate-community.com/strategien/strategien/branding/amazon-droht-sperrung-wegen-markenname-in-domain-wer-kennt-das-1779526849/), sind auch die Netzwerk-AGB wichtig – manche haben spezielle Kennzeichnungs-Anforderungen.


Antwort
FelixHammer83
Beiträge: 8
(@felixhammer83)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich würde das auch technisch smart lösen: Nutze ein Plugin wie AAWP oder Ultimate Nofollow, die lassen sich so einstellen, dass automatisch nofollow + Disclaimer gesetzt werden. Damit ersparst du dir manuelle Fehler und hast auch im Code dokumentiert, dass du das bewusst getan hast.

Bei Vergleichstabellen: CSS-Klasse "affiliate-link" setzen, dann global ein visuelles Kennzeichen – Icon + Hover-Text. Nutzer verstehen's schneller, als wenn überall Text rumsteht.


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