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Datenschutzerklärung selbst erstellen oder Anwalt beauftragen?

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S.Weber49
Beiträge: 5
Themenstarter
(@s-weber49)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#43]

Hallo zusammen,

ich steige nach einer längeren Pause wieder ins Affiliate-Marketing ein und versuche gerade, alles rechtlich sauber aufzusetzen. Eine Sache, bei der ich wirklich nicht weiterkomme: die Datenschutzerklärung.

Ich habe gesehen, dass es da diverse Generatoren gibt – von eRecht24, Datenschutz.org, oder auch direkt von bestimmten Hosting-Anbietern mitgeliefert. Die meisten davon sind kostenlos oder kosten ein paar Euro im Monat. Andererseits liest man immer wieder, dass diese Vorlagen unvollständig sind oder nicht auf die eigene Situation passen, und dass man dann schnell eine Abmahnung riskiert.

Mein Setup ist aktuell noch recht überschaubar: eine Affiliate-Site, WordPress, ein paar Plugins (u.a. ein Consent-Tool), Google Analytics, und Verlinkungen zu Amazon und ein paar anderen Netzwerken. Kein Newsletter, keine Nutzerdatenbank oder so.

Die Frage ist: Macht es bei so einem kleinen Setup Sinn, direkt einen Anwalt zu beauftragen? Ich schätze, das kostet schnell 300-500€ aufwärts, was am Anfang schon weh tut. Oder reicht ein guter Generator wenn man ihn sorgfältig befüllt?

Was habt ihr gemacht, als ihr angefangen habt? Gibt es da einen Mittelweg der wirklich funktioniert, oder ist der Anwalt langfristig die sicherere Wahl?

Freue mich über eure Einschätzungen – gerade weil ich nach 8 Jahren Pause das Gefühl habe, dass sich da rechtlich einiges verändert hat.

Stefan


4 Antworten
Thomas K.
Beiträge: 8
(@thomask)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Aus meiner Erfahrung mit verschiedenen Sites und Tools: es kommt sehr stark drauf an welche Drittanbieter du einbindest und ob du das sauber dokumentierst.

Google Analytics alleine ist schon ein Thema für sich – seit GA4 hat sich da einiges verändert was Consent und Datenverarbeitung angeht. Wenn du da nicht aufpasst und das in der DSE nicht korrekt abbildest, ist das schnell ein Problem, egal ob der Text von einem Generator oder einem Anwalt kommt.

Ich nutze für meine Projekte tatsächlich eine Kombination: Generator als Basis, dann manuell ergänzt für alle Tracking- und Analytics-Dienste die ich einsetze. Das klingt aufwändig, ist aber in der Praxis für jemanden der sich eh mit den Tools auseinandersetzt eigentlich machbar. Ich hab das auch so dokumentiert wie ich mein Tracking aufsetze – systematisch, mit Checkliste.

Ein Anwalt macht m.E. dann Sinn wenn du komplexere Setups hast oder nicht sicher bist ob du die rechtlichen Anforderungen wirklich verstehst. Bei einem einfachen Setup wie deinem würde ich erstmal mit einem guten Generator starten und nach 6-12 Monaten einen Check machen lassen.


Antwort
Marcus-Weber
Beiträge: 5
(@marcus-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich hab das bei mir so gehandhabt: eRecht24 Premium für den Start, dann nach einem halben Jahr einen Anwalt drüberschauen lassen. Hat damals zusammen ca. 250€ gekostet und ich hatte ein gutes Gefühl dabei.

Der Anwalt hat tatsächlich zwei Punkte gefunden, die der Generator in meinem spezifischen Fall nicht richtig abgedeckt hatte – das war vor allem das Thema Auftragsverarbeitung mit Google Analytics und wie das korrekt in der DSE dokumentiert sein muss. Nicht dramatisch, aber eben auch nicht egal.

Für dein Setup klingt das erstmal recht überschaubar. Wenn du nur eine Site hast, keinen Newsletter, und ein sauberes Consent-Tool im Einsatz hast, dann ist ein Generator wie eRecht24 ein vertretbarer Einstieg. Ich würde aber empfehlen, das nicht als dauerhafte Lösung zu sehen – spätestens wenn du skalierst oder mehrere Sites betreibst, lohnt sich ein Anwalt der das einmal ordentlich aufsetzt. Ich mache das auch mit meinem Projektmanagement-Ansatz: einmal sauber strukturieren, dann läuft es.

Ein Tipp noch: Schau dir an ob dein Hosting-Anbieter schon Musterverträge zur Auftragsverarbeitung mitliefert – das spart nochmal etwas.


Antwort
Heinz B.
Beiträge: 3
(@h-brenner)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich sag's mal direkt: der Markt für DSE-Generatoren lebt ein bisschen davon dass Leute Angst haben. Meistens ist das bei einem kleinen Setup wie deinem kein Fall für einen teuren Anwalt.

Das eigentliche Risiko ist nicht ob du einen Generator oder einen Anwalt nimmst – sondern ob du die DSE aktuell hältst. Ich kenn Leute die haben für 400€ eine perfekte DSE erstellen lassen und die steht dann zwei Jahre unverändert da obwohl sie drei neue Plugins eingebaut haben. Das ist das echte Problem.

Geneartoren wie eRecht24 sind für 99% der kleinen Affiliate-Sites vollkommen ausreichend wenn man sorgfältig vorgeht. Anwalt beauftragen klingt professionell, ist aber oft einfach teuer für dasselbe Ergebnis.


Antwort
R.Steinbach
Beiträge: 1
(@r-steinbach)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Kurze Gegenfrage bevor du Geld ausgibst: Hast du dir schon mal angeschaut was ein Generator wie eRecht24 konkret ausspuckt und was du dann tatsächlich anpassen müsstest? Die meisten Leute klicken da durch ohne zu lesen was da steht.

Ich hab dazu ehrlich gesagt keine romantische Sicht auf Anwälte. Die schreiben in vielen Fällen auch nur aus Vorlagen – nur halt teurer. Was wirklich zählt ist ob du die DSE aktuell hältst wenn sich was ändert, z.B. neue Plugins, neue Drittanbieter. Da scheitern die meisten, egal ob Generator oder Anwalt.

Ich hab damals den GbR-Thread hier im Forum als Ausgangspunkt genutzt und dann nochmal systematisch recherchiert welche Tools ich einsetze und was dafür dokumentiert sein muss. Das ist die eigentliche Arbeit – nicht das initiale Erstellen.

Für dein Setup: Generator reicht wenn du weißt was du tust. Wenn nicht, Anwalt. Simples Entscheidungskriterium.


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