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Impressum, Datenschutz, Disclaimer – was brauche ich wirklich zum Start?

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Sabine H.
Beiträge: 16
Themenstarter
(@sabineh47)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#39]

Hallo zusammen,

ich steige nach einer langen Pause wieder ins Affiliate Marketing ein und versuche gerade, meinen rechtlichen Rahmen von Anfang an sauber aufzustellen. Vor 8 Jahren war das alles noch etwas... überschaubarer, sagen wir mal so.

Meine Frage richtet sich eher ans Grundsätzliche: Was sind die absoluten Pflichtbestandteile, die eine neue Affiliate-Seite rechtlich haben muss, bevor ich auch nur den ersten Link setze? Ich meine jetzt nicht die Kennzeichnung der Links selbst, sondern alles drumherum – Impressum, Datenschutzerklärung, Disclaimer, AGB... Brauche ich wirklich alles davon oder gibt es Sachen, die für kleinere Content-Seiten erstmal weniger relevant sind?

Ich baue gerade eine Nischenseite auf, kein Onlineshop, kein eigenes Produkt. Nur Content mit Affiliate-Links. Trotzdem möchte ich auf keinen Fall mit einer Abmahnung starten. Habt ihr Erfahrungen gemacht, was in der Praxis wirklich geprüft wird und wo die größten Fallstricke für Einsteiger liegen?

Und noch eine Unterfrage: Lohnt sich ein Anwalt für die erste Überprüfung oder reichen die gängigen Generatoren wie von e-recht24? Bin neugierig auf eure Einschätzungen, gerade weil sich seit meiner letzten aktiven Zeit ja doch einiges geändert hat.

Danke schon mal!
Sabine


3 Antworten
Gerhard_1952
Beiträge: 18
(@gerhard_1952)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hallo Sabine, ich frage mich das als Neueinsteiger auch öfter! Was ich bisher rausgefunden hab: Impressum und Datenschutzerklärung sind absolutes Muss, da gibt es keinen Spielraum. Das Impressum muss schnell erreichbar sein, also maximal zwei Klicks von jeder Seite aus – das wird tatsächlich geprüft, auch von automatisierten Abmahn-Crawlern.

Bei der Datenschutzerklärung hab ich mich für den e-recht24 Generator entschieden, weil er recht aktuell gehalten wird und man ihn kostenpflichtig abonnieren kann für regelmäßige Updates. Ob das reicht – da bin ich selber unsicher. Ich hab keinen Anwalt beauftragt, aber ich bin auch noch ganz am Anfang mit meiner Seite.

Was mir aufgefallen ist: Ein Haftungsausschluss (Disclaimer) ist zwar nicht zwingend vorgeschrieben, aber praktisch sinnvoll wenn man auf externe Inhalte verlinkt. AGB brauchst du für eine reine Content-Seite ohne eigenen Shop eigentlich nicht.

Vorsicht beim Thema Cookies und Tracking – da hat sich seit 2016 sehr viel getan. Ein ordentliches Consent-Banner ist heute eigentlich Pflicht wenn du auch nur Google Analytics oder sowas einsetzt. Das wird häufig vergessen.


Antwort
Mike B.
Beiträge: 12
(@brandmike_1987)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Kurz und direkt: Lass die erste Version deiner Datenschutzerklärung und das Impressum von einem Fachanwalt für IT-Recht checken. Einmalig vielleicht 150-300 Euro, aber du schläfst ruhiger. Generatoren sind okay als Basis, aber sie kennen deinen konkreten Fall nicht.


Antwort
Thomas-Brenner
Beiträge: 9
(@thomas-brenner)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich sehe das etwas differenzierter als Mike, auch wenn der Grundgedanke stimmt.

Nach 15 Jahren in der Branche hab ich einiges an Abmahnwellen miterlebt – und ehrlich gesagt trifft es meistens die, die wirklich offensichtliche Lücken haben: fehlendes Impressum, veraltete Datenschutzerklärung ohne Hinweis auf eingebundene Dienste, kein Consent-Management obwohl Tracking läuft. Das sind die Low-Hanging-Fruits für Abmahnanwälte.

Die Frage nach dem Anwalt ist legitim, aber ich würde es pragmatisch angehen: Nutze einen aktuellen Generator (e-recht24 oder auch den vom Händlerbund, der ist für Content-Seiten oft passend), und lies die Ausgabe wirklich durch statt sie blind zu kopieren. Dann verstehst du auch, was drin steht und warum.

Was ich in letzter Zeit beobachte: Das Thema Consent bei eingebetteten YouTube-Videos oder Google Fonts wird immer noch massiv unterschätzt. Gerade Google Fonts lokal einzubinden statt über CDN ist inzwischen wirklich Standard – dazu gab es vor ein paar Jahren schon eine Welle von Abmahnungen.

Also: Impressum, Datenschutzerklärung, sauberes Cookie-Consent-Tool – in dieser Reihenfolge. Den Anwalt würde ich mir für später aufheben, wenn die Seite läuft und Geld einbringt. Netzwerk-Kommunikation im Urlaub - Account Manager erreichbar? – das hatte ich übrigens auch gerade am Hals, Rechtliches klärt man lieber vorher als im Urlaub.


Antwort
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