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Homeoffice Kosten steuerlich geltend machen 2026

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S.Hoffmann37
Beiträge: 4
Themenstarter
(@s-hoffmann37)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#46]

Hey Leute,

ichmal eine Frage die mich seit ein paar Wochen beschäftigt und die ich gerne mit euch durchdenken möchte bevor ich das mit meinem Steuerberater bespреche.

Ich arbeite seit Jahren komplett von zuhause aus und mache meine Affiliate-Strukturen hauptsächlich aus meinem Arbeitszimmer heraus. Für 2026 frage ich mich jetzt, wie ich das steuerlich optimal gestalten kann – also nicht nur die Pauschale, sondern wirklich die anteiligen Raumkosten als Betriebsausgaben.

Konkret: Mein Arbeitszimmer ist ca. 18qm von 90qm Gesamtwohnfläche, also rund 20%. Miete zahle ich 1.400€ kalt. Das wären rechnerisch ca. 280€ monatlich oder 3.360€ im Jahr. Aber ich stoße dabei auf folgende Unklarheiten:

1. Muss das Arbeitszimmer wirklich "ausschließlich" beruflich genutzt werden oder hat sich das 2026 noch weiter gelockert?
2. Wie dokumentiere ich das sauber – reicht ein Grundriss mit Markierung?
3. Lässt sich da auch ein Teil der Internetkosten, Strom etc. anteilig dranhängen?

Das Thema "Mindset" kommt hier auch irgendwie rein: Ich glaube viele lassen hier Geld liegen weil sie denken "wird schon passen" statt das wirklich zu durchdenken und zu optimieren.

Freue mich auf Erfahrungen aus der Praxis, gerade von denen die das schon über mehrere Jahre abgesetzt haben.


4 Antworten
Markus T.
Beiträge: 21
(@affiliateguru47)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Stefan, das läuft grundsätzlich so wie Tobias beschreibt. Die "ausschließliche Nutzung" ist nach wie vor Pflicht wenn du den echten Kostenabzug willst – die Pauschale ist die Alternative wenn du das nicht belegen kannst oder willst.

Für 2026 hat sich da nichts grundlegend geändert, zumindest kenn ich keine Reform die das gelockert hätte. Deine Rechnung mit den 20% klingt korrekt, vergiss aber nicht dass du auch anteilig Nebenkosten (Heizung, Wasser) einrechnen kannst – nicht nur die Kaltmiete.

Internet würde ich 50% ansetzen, das ist die Hausnummer die erfahrungsgemäß nicht diskutiert wird. Mehr wird schnell hinterfragt. Strom nach qm ist ok, aber wenn du viele Server oder Technik im Zimmer hast, könnte man auch argumentieren dass der Anteil höher ist – das braucht dann aber gute Begründung.

Und ja, ich sehe das wie du: viele lassen da wirklich Geld liegen. Bei 3.360€ Raumkosten plus Internet und Strom redest du schnell über 4.000-4.500€ Betriebsausgaben im Jahr. Da lohnt sich der Aufwand für saubere Dokumentation definitv.


Antwort
T.Brinkmann
Beiträge: 5
(@t-brinkmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich mach das seit ein paar Jahren so und kurz zur Praxis: Anteilige Miete geht, aber nur wenn das Zimmer wirklich ausschließlich beruflich ist – kein Gästebett, kein Sportzeug in der Ecke. Grundriss reicht als Doku, Fotos zur Sicherheit dazulegen schadet nicht.

Internet setze ich zu 50% ab, Strom nach qm-Anteil. Hat bisher nicht zu Rückfragen geführt, aber ich hab das mit meiner Steuerkanzlei einmal sauber aufgesetzt. Den einmaligen Aufwand würde ich nicht sparen.


Antwort
Werner68
Beiträge: 23
(@werner68)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Also ich kann dazu aus meiner Situation was sagen, auch wenn ich das ganze nochmal neu lerne seit ich aktiver in solchen Themen bin.

Die anteiligen Raumkosten klingt logisch, aber ich hab gelesen dass das Finanzamt das Arbeitszimmer wirklich als "Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit" sehen muss damit die volle Absetzbarkeit geht. Das ist eine andere Schwelle als nur "ich arbeite da".

Bei Strom und Internet: ja, anteilig geht das, aber Strom ist schwerer zu belegen weil du keinen separaten Zähler hast. Manche nehmen da einfach den qm-Anteil, andere rechnen nach Stunden – keine Ahnung was das FA lieber sieht.

Was ich persönlich interessant finde: ob man sowas mit KI-Tools automatisiert dokumentieren kann, Ausgaben kategorisieren usw. Für die eigentliche steuerliche Frage würde ich aber ehrlich einen Profi fragen, das ist zu individuell.


Antwort
Markus H.
Beiträge: 16
(@affiliaterestart)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Gute Frage, ich frage mich das auch gerade wieder – bin nach langer Pause erst kürzlich wieder eingestiegen und muss das alles neu aufsetzen.

Was ich noch aus früheren Jahren weiß: Das "ausschließlich beruflich" war lange die entscheidende Hürde. Steht da irgendein Sofa oder ein Regal mit Privatzeug drin, konnte das Finanzamt das ablehnen. Ob sich das bis 2026 wirklich gelockert hat, weiß ich ehrlich gesagt nicht genau – das hat sich ja in den letzten Jahren einiges getan mit der Pauschale usw.

Für die Dokumentation hatte ich damals Fotos und einen Grundriss gemacht, das hat funktioniert. Aber ich würde das nicht als einzige Absicherung sehen.

Internet und Strom anteilig – das geht meines Wissens, wird aber auch gerne hinterfragt. Am besten wirklich mit Steuerberater abstimmen bevor du das in die EÜR packst, gerade wenn die Summen relevant werden.


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