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Datenbank-Verbindungsfehler nur nachts – woran liegt das?

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Jürgen K.
Beiträge: 9
Themenstarter
(@jurgen92)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#74]

Hey Leute,

ich hab seit ein paar Wochen ein ziemlich nerviges Problem mit meiner WordPress-Site und komm nicht wirklich weiter. Ungefähr zwischen 2 und 4 Uhr nachts bekomme ich von meinem Uptime-Monitor regelmäßig Alerts, dass die Site nicht erreichbar ist. Meist ist sie nach 5-10 Minuten wieder oben, aber das passiert fast jede Nacht.

Das Komische: Tagsüber läuft alles absolut stabil. Kein einziger Ausfall. Nur nachts haut es durch.

Ich bin beim Hosting auf einem Shared-Paket, das war bisher eigentlich ausreichend. Die Site hat so 800-1200 Besucher täglich, also nichts Riesiges. Beim Hoster hab ich schon nachgefragt, die sagen 'kein Problem festgestellt unsererseits' – als ob die überhaupt hinschauen würden.

Ich vermute, dass irgendwas automatisch läuft zu der Zeit. Vielleicht ein Backup-Job? Oder irgendein Plugin? Ich nutze Rank Math, WooCommerce (für digitale Produkte), einen Caching-Layer und noch 2-3 kleinere Tools. Aber ich weiß ehrlich gesagt nicht wie ich das eingrenzen soll.

Hat jemand sowas schonmal gehabt? Wie geht man bei sowas systematisch vor? Ich will das endlich lösen, bevor mir das im Sommer irgendwann tagsüber um die Ohren fliegt wenn ich eh weniger Zeit habe.

Danke schon mal


7 Antworten
Markus B.
Beiträge: 14
(@autoaffiliate_42)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Das kenn ich, hatte ähnliches bei einer meiner Seiten. In fast allen Fällen die ich gesehen hab war es entweder ein Cron-Job oder ein automatisches Backup, das nachts läuft und dabei die DB-Verbindungen kurz auslastet. Shared Hosting hat oft sehr niedrige Limits für gleichzeitige Verbindungen.

Erster Schritt: schau dir mal in phpMyAdmin an ob du einen Prozess-Log hast, oder bitte den Hoster um die MySQL-Error-Logs für diese Zeitfenster. Die meisten sagen 'kein Problem' weil sie nur den Server-Status checken, nicht einzelne User-Datenbanken.

Zweiter Schritt: in WordPress unter Einstellungen > WP-Cron nachschauen (oder ein Plugin wie WP Crontrol installieren). Da siehst du welche Jobs wann laufen. Sehr oft läuft irgendein Plugin-Cron genau dann wenn du schläfst.

Drittes: wenn du ein Backup-Plugin hast (UpdraftPlus o.ä.) stell die Laufzeit mal auf 5-6 Uhr morgens um, da ist der Traffic meist am niedrigsten und du siehst ob es danach aufhört.


Antwort
T.Mueller
Beiträge: 22
(@t-mueller)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Also ich hab das bei meiner ersten Seite auch gehabt, bin da lange drumrum gegangen bis ich rausgefunden hab dass WooCommerce nachts automatisch Bestandsdaten bereinigt. Das ist ein eingebauter Cronjob, der bei vielen Nutzern komplett unter dem Radar läuft.

Geh mal zu WooCommerce > Einstellungen > Erweitert > WooCommerce.com-Verbindung und schau auch unter Werkzeuge > Geplante Aktionen (wenn du Action Scheduler hast). Da siehst du exakt was wann läuft. Für rein digitale Produkte brauchst du viele dieser automatischen Bereinigungsroutinen gar nicht.

Und ja, WP Crontrol ist wirklich hilfreich wie oben schon erwähnt. Das sollte dein erster Griff sein bevor du beim Hoster nochmal anfragst.


Antwort
ThomasH42
Beiträge: 11
(@thomash42)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich hab mich im Kontext von kleineren Seiten schon öfter mit solchen Themen beschäftigt – hab auch mal über die Frage diskutiert ab wann Shared Hosting kippt. Deine Besucherzahlen sind eigentlich noch im grünen Bereich für Shared, aber WooCommerce macht da einen riesen Unterschied. Auch für digitale Produkte hat WooCommerce intern eine ganze Menge Datenbankaktivität, Bestelllog, Sessions, Transient-Daten usw.

Was ich empfehlen würde: installier mal das Plugin 'Query Monitor' und schau dir an was in diesen kritischen Zeitfenstern wirklich mit der DB passiert. Und wenn du die Logs des Hosters nicht kriegst, ruf dort mal an statt ne Ticket zu schreiben – die reagieren telefonisch meist konkreter.


Antwort
Klaus H.
Beiträge: 6
(@k-hartmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hatte das identische Muster mal bei einem Kundenprojekt. Es war am Ende eine Kombination: Backup-Plugin + WooCommerce-Cron + PHP-Speicherlimit auf dem Shared-Paket. Jedes davon alleine wäre ok gewesen, zusammen nachts hat es die zulässigen Verbindungen gesprengt.

Lösung war dreistufig: Backup-Zeit verschoben, WooCommerce Cleanup-Jobs auf ein Minimum reduziert, und beim Hoster das PHP-Memory-Limit von 128 auf 256 MB erhöht (war kostenlos auf Anfrage). Danach keine Ausfälle mehr.

Wegen Tracking hab ich damals auch mal überprüft ob die Affiliate-Links in den nächtlichen Fehlerphasen überhaupt sauber trackten – das ist ein oft übersehener Nebeneffekt, solche kurzen Ausfälle können Conversions killen die du nie siehst. Zum Thema Tracking-Links testen hab ich hier mal was geschrieben.


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