Hi Leute,
stehe vor einem Problem: Meine größte Affiliate-Site (Outdoor-Equipment) läuft auf WordPress mit mittlerweile 23 verschiedenen Plugins für Affiliate-Links, Preisvergleiche, Amazon-Integration, Tracking etc. Das Ding ist zum absoluten Moloch geworden - Ladezeiten von 4-6 Sekunden, ständige Plugin-Konflikte und nach jedem Update bricht irgendwas.
Jetzt im Frühjahr plane ich eh eine größere Überarbeitung der Site (Fokus auf Camping/Outdoor für die kommende Saison), und überlege ernsthaft einen kompletten Neustart mit einer schlankeren Lösung.
Was nutzt ihr für größere Affiliate-Projekte jenseits von WordPress? Hab schon mal von Headless CMS gehört, oder komplett eigene Lösungen. Bei meinem Traffic (ca. 80k Uniques/Monat) muss es schon professionell sein, aber die Performance sollte deutlich besser werden.
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Lohnt sich der Aufwand für den Umstieg wirklich, oder sollte ich lieber WordPress "entschlacken"?
Danke für eure Tipps!
Kenn ich nur zu gut! Hatte das gleiche Problem bei meiner Garten-Site. Bin vor nem Jahr auf Webflow umgestiegen und bereue es keine Sekunde. Klar, die Lernkurve war erstmal steil, aber die Performance ist Welten besser geworden.
Bei Webflow machst du alles über den visuellen Editor, für Affiliate-Links nutze ich hauptsächlich JavaScript und externe Tools wie Voluum für Tracking. Ladezeiten unter 2 Sekunden, selbst mit vielen Produktbildern.
Alternativ: NextJS mit einem Headless CMS wie Strapi. Ist technischer, aber extrem schnell. Hab damit auch gute Erfahrungen in profitablen Nischen gemacht.
Also WordPress "entschlacken" würde ich an deiner Stelle zuerst versuchen. 23 Plugins sind wirklich zu viel, aber ein kompletter Umstieg ist auch kein Kinderspiel.
Ich betreibe mehrere größere Sites noch auf WordPress, aber mit maximal 8-10 wirklich notwendigen Plugins. Für Affiliate-Links reicht oft ein einziges gutes Plugin wie ThirstyAffiliates. Preisvergleiche kann man auch extern einbinden.
Bei 80k Besuchern monatlich würde ich eher auf besseres Hosting setzen (Managed WordPress bei WP Engine oder ähnlich) und die Plugin-Anzahl drastisch reduzieren. Das kann Wunder bewirken und kostet deutlich weniger Zeit als ein Komplett-Umstieg.
Muss Gerhard teilweise widersprechen - manchmal ist WordPress einfach am Ende. Bei großen Affiliate-Projekten mit komplexen Datenstrukturen stößt man schnell an Grenzen.
Ich nutze für meine Performance-kritischen Projekte mittlerweile Gatsby mit einem Headless CMS. Extrem schnell durch Static Site Generation, aber trotzdem flexibel für dynamische Inhalte. Tracking läuft über GTM und externe Services.
Für jemanden wie dich mit technischem Background würde ich das definitiv empfehlen. Der initiale Aufwand ist hoch, aber langfristig deutlich wartungsfreundlicher als das WordPress-Plugin-Chaos.