Hallo zusammen,
ich stehe gerade vor der Situation, dass ich ein laufendes Affiliate-Projekt – Content-Seite, mittlere Größe, ca. 18 Monate alt – an jemanden anderen übergeben will. Kein Verkauf, eher eine Art "Übergabe" an einen Bekannten der sich damit beschäftigen möchte, während ich mich auf andere Sachen konzentriere.
Das klingt im ersten Moment unkompliziert, aber je länger ich drüber nachdenke desto mehr Fragen tauchen auf:
- Wie übergebe ich sowas sauber technisch? Domains, Hosting-Zugänge, Affiliate-Accounts – manche Netzwerke erlauben keine Account-Übertragung, oder?
- Brauche ich irgendeinen Vertrag oder reicht eine schriftliche Vereinbarung per Mail?
- Was ist mit laufenden Einnahmen die noch ausstehen, also noch nicht ausgezahlt sind zum Zeitpunkt der Übergabe?
- Und falls das Projekt mal nichts mehr wert ist – wer haftet dann für irgendwas?
Ich bin da wirklich Laie was die formale Seite angeht. Technisch kann ich die Seite übergeben, aber der Rest ist mir ehrlich gesagt unklar.
Gibt es hier jemanden der sowas schon gemacht hat, auch informal unter Bekannten? Was habt ihr geregelt, was habt ihr vergessen und bereut? Jede Erfahrung hilft mir gerade weiter.
Danke schon mal
Michael
Hab das vor nem Jahr ähnlich gemacht, also Übergabe an einen Bekannten, kein formeller Verkauf. Kurz gesagt: mehr regeln als du denkst nötig ist.
Die Affiliate-Netzwerke sind tatsächlich das größte Problem. Viele erlauben keine Kontoübertragung, da musst du schauen ob du einfach neue Accounts für die Person anlegen kannst oder ob die Seite neu angemeldet werden muss. Manche Netzwerke sperren auch wenn sie merken dass dieselbe Domain plötzlich unter nem anderen Account läuft – das einfach vorab klären mit dem Support.
Bei den ausstehenden Einnahmen würde ich das schriftlich festhalten, wer kriegt was bis zu welchem Datum. Klingt pingelig, aber gerade unter Bekannten entstehen da schnell Missverständnisse.
Einen richtigen Vertrag hattte ich nicht, nur eine längere Mail mit allem drauf was wir abgesprochen haben, beide bestätigt. Hat bis jetzt funktioniert. Ob das rechtlich wasserdicht ist – keine Ahnung, ich bin kein Anwalt.
Haftung ist so ne Sache. Wenn du die Domain weiter auf deinen Namen laufen hast und der Bekannte Mist baut, könnte das theoretisch auf dich zurückfallen. Impressum, Datenschutz etc. – das alles sollte wirklich umgeschrieben werden bevor der irgendwas anfasst. Ich hab das damals unterschätzt.
Falls du magst, ich hab mich mit dem Thema KI-Automatisierung für Übergangsphasen auch schon beschäftigt, z.B. in diesem Thread: KI-Workflow für Urlaubszeit: Automatisierung ohne Qualitätsverlust? – vielleicht hilft dir das auch für die Übergangszeit bis alles sauber übertragen ist.