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Wie erklärt man Auftraggebern den eigenen Affiliate-Hintergrund?

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StefanK84
Beiträge: 17
Themenstarter
(@stefank84)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#32]

Hey zusammen,

ich stehe gerade vor einer Situation, die ich ehrlich gesagt nicht so recht einschätzen kann. Ich bin seit ein paar Jahren im Affiliate-Bereich unterwegs, hauptsächlich Content-Seiten, ein bisschen Vergleichsportale. Jetzt möchte ich erstmals als Freelancer für externe Auftraggeber arbeiten – konkret geht es um Content-Projekte und vielleicht auch Beratung zu Monetarisierung.

Das Problem: Wenn ich mit potenziellen Kunden spreche, fragen die natürlich nach meinem Hintergrund. Und da weiß ich nie genau, wie ich den Affiliate-Teil erklären soll. Die meisten Leute außerhalb der Branche kennen das halt nicht wirklich. 'Ich betreibe Webseiten und verdiene Provisionen' klingt komisch, fast schon dubios. Gleichzeitig will ich nicht herumdrucksen oder so tun als ob ich irgendwas anderes gemacht habe.

Hat jemand Erfahrung damit, wie man den eigenen Affiliate-Background überzeugend rüberbringt? Gibt es bestimmte Formulierungen, die gut funktionieren? Und lohnt es sich überhaupt, konkrete Zahlen oder Projektbeispiele zu nennen, oder schreckt das eher ab?

Sommermäßig hab ich gerade etwas mehr Zeit für solche Überlegungen, weil das organische Geschäft in der Urlaubszeit eh etwas ruhiger läuft – guter Zeitpunkt um das Thema anzugehen.

Freue mich über ehrliche Einschätzungen.

Stefan


6 Antworten
Marcus-Weber
Beiträge: 5
(@marcus-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich seh das ein bisschen skeptischer als die Vorposter.

Die Frage ist doch: was genau willst du Auftraggebern anbieten? Content schreiben, SEO-Beratung, Monetarisierungsstrategie? Je nach Leistung ist der Hintergrund nämlich unterschiedlich relevant.

Für reines Content-Writing spielt es kaum eine Rolle, da zählen Schreibproben und Themenverständnis. Für Beratung zu Monetarisierung dagegen ist der Affiliate-Hintergrund ein echtes Alleinstellungsmerkmal – da solltest du ihn gar nicht kleinreden sondern deutlich betonen. Kein Agentur-Stratege hat echte Haut im Spiel gehabt so wie du.

Ich hatte früher ähnliche Überlegungen bei CR-Themen – man unterschätzt oft wie wertvoll praktische Eigenerfahrung ist im Vergleich zu Leuten die nur theoretisch über Conversion-Raten reden.

Also: nicht zu viel schönreden, aber auch nicht verstecken. Den Kontext liefern der relevant ist und den Rest weglassen.


Antwort
TrafficHunter29
Beiträge: 8
(@traffichunter29)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich kenn das Problem. Hab selbst lange gebraucht bis ich ne vernünftige Antwort parat hatte wenn Leute fragten was ich mache.

Mein Trick: nicht von der Technik her erklären sondern vom Ergebnis. Also nicht 'ich betreibe Affiliate-Seiten' sondern 'ich baue performancebasierte Content-Projekte auf, die messbare Ergebnisse liefern – Traffic, Leads, Verkäufe'. Das klingt für Außenstehende sofort nach etwas Konkretem.

Und Zahlen würde ich schon nennen, aber klug auswählen. Nicht Provisionseinnahmen (das klingt wirklich seltsam für jemanden der nicht in der Branche ist), sondern lieber: monatliche Besucher, organische Rankings, Conversion-Raten. Das ist die Sprache die Auftraggeber verstehen weil sie genau das auch wollen.

Ich hab damals auch viel Zeit damit verbracht verschiedene Partnerprogramme zu vergleichen – das war letztlich auch eine Art Marktforschung die ich heute als Erfahrungswissen verkaufen kann. So einen Winkel kannst du nutzen.


Antwort
Markus_H71
Beiträge: 5
(@markus_h71)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Guter Punkt von Marcus-Weber oben – die Ausrichtung macht wirklich viel aus.

Ich würde noch ergänzen: Portfolio aufbauen wenn noch nicht vorhanden. Auch anonym oder pseudonymisiert. Also konkret: du musst die URL deiner Projekte nicht nennen wenn du das nicht willst, aber Screenshots von Analytics-Daten, Ranking-Entwicklungen oder auch nur eine strukturierte Beschreibung der Vorgehensweise sind Gold wert.

Auftraggeber wollen Vertrauen. Und das entsteht am schnellsten durch Belege, nicht durch Erklärungen.

Ich beschäftige mich seit längerem mit der Frage welche Kennzahlen bei Projekten wirklich aussagekräftig sind – da gibt es einige Dinge die man Auftraggebern zeigen kann ohne dass es interne Geschäftszahlen preisgibt. Das wäre vielleicht noch ein eigener Thread wert.


Antwort
Mira92
Beiträge: 3
(@mira92)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich glaube das wird oft zu kompliziert gedacht. Die meisten Auftraggeber wollen wissen ob du Ergebnisse liefern kannst – nicht ob dein Geschäftsmodell irgendwie erklärungsbedürftig ist.

Was gut funktioniert: ein oder zwei konkrete Mini-Fallstudien vorbereiten. Keine epische Präsentation, einfach: 'Ich habe eine Seite in der Nische X aufgebaut, von null auf Y Besucher gebracht, und dabei folgendes gelernt / erreicht.' Fertig. Das macht den Hintergrund greifbar ohne dass man erklären muss was Affiliate überhaupt ist.

Bei mir hat sich außerdem bewährt den Begriff 'Performance-Content' oder 'SEO-Content mit Conversion-Fokus' zu verwenden statt Affiliate. Das trifft es inhaltlich genauso, klingt aber für Außenstehende professioneller. Nicht weil man etwas versteckt, sondern weil es die Tätigkeit aus der Perspektive des Kunden beschreibt.

Den Sommer als Planungszeit zu nutzen finde ich übrigens klug. Gerade jetzt wo viele Projekte sowieso etwas ruhiger laufen kann man solche Grundlagen sauber aufbauen.


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