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Upwork vs. eigene Akquise: Was funktioniert besser?

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Heinz B.
Beiträge: 11
Themenstarter
(@h-brenner)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#100]

Mich interessiert mal eure ehrliche Einschätzung: Ich sehe ständig Affiliate-Manager, die entweder über Upwork ihre Projekte akquirieren oder komplett auf eigene Kundengewinnung setzen. Beides wird ja als die Lösung gepriesen – aber real funktioniert ja immer nur das eine oder andere wirklich.

Upwork hat den Vorteil, dass die Projekte schon vorgefiltert sind und man schnell Einnahmen generieren kann. Aber die Gebühren fressen dir schnell 20-30% auf, und du konkurrierst mit hunderten anderen. Andererseits: Eigene Akquise braucht Zeit, ein Portfolio und Vertrauensaufbau – nicht gerade etwas für Leute, die sofort Cash brauchen.

Meine Frage ist konkret: Habt ihr da Daten oder echte Erfahrungen, ab welcher Auftragslage sich eigene Kundengewinnung wirklich rentiert? Oder ist das einfach eine Frage des Temperaments – manche sind einfach besser im Akquisegespräch, andere haben Talent für die Upwork-Bewerbung?

Mich interessiert auch: Wie bewertet ihr den ROI realitätsgetreu, wenn ihr zu Upwork wechselt oder umgekehrt?


4 Antworten
Markus_H78
Beiträge: 14
(@markus_h78)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Du sprichst da einen wichtigen Punkt an – und nein, das ist nicht einfach eine Temperamentsfrage. Das ist eine Frage der rechtlichen Rahmenbedingungen und Transparenz, die oft übersehen wird.

Wenn du über Upwork arbeitest, musst du verstehen: Upwork selbst handhabt die Daten deiner Clients. Das hat DSGVO-Implikationen. Wenn du deine eigenen Kunden akquirierst, trägst du die volle Verantwortung – was bedeutet: Verträge, Datenverarbeitung, Haftung. Das wird oft stiefmütterlich behandelt.

Meine Erfahrung: Bei direkter Akquise verdienst du zwar besser, aber der bürokratische Overhead ist brutal unterschätzt. Du brauchst funktionierende Verträge, die auch im Streitfall halten. Bei Upwork übernimmt die Plattform viel davon – zu deinen Gunsten oder Lasten, je nachdem.

Die ehrliche Antwort: Upwork ist lukrativ, wenn dein Stundensatz hoch genug ist, dass die 20-30% nicht weh tun. Direktakquise wird interessant, wenn du 5-10 stabile Clients hast. Darunter: zu viel Stress für zu wenig Sicherheit.


Antwort
Wolfgang92
Beiträge: 9
(@wolfgang92)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich arbeite seit 15 Jahren mit beiden Modellen – und die Antwort ist: Es hängt vom Projekttyp ab, nicht vom Kanal.

Upwork funktioniert exzellent für kurzzeitige, gut definierte Projekte. Funnel-Optimierungen, Conversion-Tests, einzelne Kampagnen – da holst du dir in 1-2 Wochen den nächsten Job und verdienst planbar.

Eigene Akquise funktioniert besser für Retainer und längerfristige Partnerschaften. Da bekommst du stabilere Einnahmen und kannst echte Strategien bauen, nicht nur Tasks abarbeiten.

Das echte Problem bei Upwork: Du wirst zum Commodity. Alle bieten das Gleiche an, und der Kunde sucht den Billigsten. Bei direkter Akquise verkaufst du dich selbst – dein Expertenwissen, deine Ergebnisse. Das ist ein anderes Geschäft.

Mein Tipp: Kombiniere beide. Nutze Upwork, um Cash zu generieren und Portfolio zu bauen. Parallel machst du deine direkten Anfragen. Nach 6-12 Monaten stehen dann 3-4 stabile Retainer-Clients auf deiner Liste – und Upwork wird zur Zusatzbeschäftigung.


Antwort
Mike B.
Beiträge: 13
(@brandmike_1987)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Interessante Frage. Ich kombiniere da strategisch: Upwork nutze ich für kurzfristige Kampagnentests, die ich danach in meinen Content für Personal Brand verpacke. Das heißt: Der Upwork-Auftrag finanziert die Content-Erstellung, und über diesen Content komme ich auf langfristige Partnerschaften.

Das funktioniert für mich besser als beides isoliert. Die Upwork-Projekte werden zu Case Studies, und die ziehen dann echte Kunden an.


Antwort
Tobias W.
Beiträge: 17
(@t-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Aus technischer Perspektive: Upwork hat dir API-Limits, keine echte Automatisierung möglich. Bei direkter Akquise kannst du deinen kompletten Tech-Stack selbst designen – Make-Automationen, n8n, was auch immer. Das macht einen Riesenunterschied bei der Skalierbarkeit.

Wenn du vorhast, mehrere Clients parallel zu managen, ist Upwork schnell ein Bottleneck. Dann brauchst du ein CRM, einen etablierten Prozess – das funktioniert besser mit direkten Clients.


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