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Kooperationen mit Marken direkt ansprechen – wie macht ihr das?

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WachstumsWilli63
Beiträge: 6
Themenstarter
(@wachstumswilli63)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#36]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich schon eine Weile mit Affiliate und merke, dass ich langsam an die Grenzen der klassischen Netzwerk-Programme stoße. Die Provisionen sind okay, aber ich frage mich ob es nicht sinnvoller wäre, direkt mit Marken oder Herstellern in Kontakt zu treten und individuelle Kooperationen auszuhandeln.

Das klingt erstmal gut, aber ich weiß ehrlich gesagt nicht wie ich das angehen soll. Schreibe ich einfach eine Mail an den Marketing-Kontakt der Firmenwebseite? Gibt es bestimmte Plattformen wo man sowas koordiniert? Und was genau präsentiere ich denen überhaupt – nur Zahlen, oder auch Konzepte?

Ich frage mich auch ob die überhaupt Interesse haben wenn man noch kein riesiges Publikum hat. Ich hab zwar Traffic und eine halbwegs aufgebaute Reichweite, aber ich bin kein Millionen-Publisher. Gibt es da Mindestgrenzen die Firmen typischerweise erwarten?

Und dann noch: Was sollte man unbedingt im ersten Kontakt NICHT tun? Ich will nicht gleich unseriös wirken bevor ich überhaupt angefangen habe zu reden.

Wäre super wenn ihr eure Erfahrungen teilt, gerade wenn ihr schon Direktkooperationen gemacht habt. Wie war euer erster Kontakt, was hat funktioniert, was nicht?

Danke schon mal!


8 Antworten
ThomasK42
Beiträge: 22
(@thomask42)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Gute Frage, hab das selbst mal durchgemacht. Kurz vorab: Die meisten mittleren Unternehmen haben gar kein strukturiertes Affiliate-Team, der Erstkontakt landet oft beim allgemeinen Marketing oder sogar beim Geschäftsführer direkt. Das bedeutet: Deine erste Mail muss schnell auf den Punkt kommen.

Was bei mir funktioniert hat – eine kurze, konkrete Übersicht: wer du bist, welche Zielgruppe du erreichst, ungefähre Traffic-Zahlen (Besucher/Monat reicht), und ein konkreter Vorschlag was die Zusammenarbeit bringen könnte. Kein Roman, wirklich maximal eine halbe A4-Seite wenn man es ausdrucken würde.

Mindestgrenzen gibt es nicht pauschal – hab ich bei kleineren Nischen-Shops auch mit 3.000 Besuchern im Monat Kooperationen bekommen, weil die Zielgruppe gepasst hat. Relevanz schlägt Reichweite meistens.

Was du NICHT tun solltest: Gleich im ersten Satz nach Gratis-Produkten fragen, oder so klingen als ob du ihnen einen Gefallen tust. Das kommt schlecht an. Hier hab ich übrigens auch mal was zu Grundlagen geschrieben, ist anderes Thema aber Mindset passt: Muss ich als Affiliate ein Gewerbe anmelden oder reicht die Kleinunternehmerregelung? – weil Firmen sowas auch manchmal nachfragen.


Antwort
Lisa_96
Beiträge: 8
(@lisa_96)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

ehrlich gesagt find ich die ganze Direktkoop-Sache manchmal etwas überschätzt. Hab selbst eine ausprobiert, war viel Aufwand und am Ende waren die Konditionen kaum besser als im Netzwerk. Hängt natürlich von der Nische ab.


Antwort
Markus S.
Beiträge: 21
(@brandbooster47)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Der Punkt von TobiasK mit dem Timing ist berechtigt, aber ich würde trotzdem nicht komplett warten. Manche Marketing-Verantwortliche haben im Sommer genau dann Zeit sich mit neuen Sachen zu beschäftigen weil das operative Tagesgeschäft ruhiger ist. Kommt stark auf die Branche an.

Zur eigentlichen Frage: Ich nutze für die Erstrecherche gerne LinkedIn. Dort kann man direkt den zuständigen Performance-Marketing-Manager oder Brand-Manager suchen, statt in die allgemeine Info-Mailadresse zu schreiben. Die Rücklaufquote ist deutlich besser wenn du weißt wen du ansprichst.

Bei der Vorbereitung auf das Gespräch: Zeig nicht nur deine Zahlen, sondern zeig dass du die Marke kennst. Kurzer Hinweis auf aktuelle Kampagnen oder Produkte die du schon getestet hast wirkt Wunder. Macht einen ganz anderen Eindruck als Copy-Paste-Anfragen.


Antwort
TobiasK
Beiträge: 13
(@tobiask)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich seh das ein bisschen anders als die Vorredner. Direktkooperationen klingen toll, aber der Aufwand ist erheblich. Du verhandelst, wartest, klärst Tracking-Fragen, zahlst vielleicht sogar selbst für ein Tracking-Tool – das frisst Zeit die du in Content stecken könntest.

Gerade jetzt im Sommer wo eh viele Ansprechpartner im Urlaub sind ist das nochmal nervier. Ich hab im Juni mal wochenlang auf Antworten gewartet weil sich einfach niemand zuständig gefühlt hat.

Mein Rat: Erstmal Netzwerke ausreizen, parallel eine Liste von Wunsch-Marken aufbauen, und den Direktansatz ab September angehen wenn alle wieder am Schreibtisch sitzen. Dann auch mit besseren Zahlen aus dem Sommer-Content.


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