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Kooperation mit Hersteller: Exklusiv-Konditionen verhandeln – wie?

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SarahM
Beiträge: 6
Themenstarter
(@sarahm)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#38]

Hallo zusammen,

ich stecke gerade mitten in einer Situation, bei der ich nicht genau weiß wie ich vorgehen soll. Ich betreibe seit etwa zwei Jahren eine Content-Seite rund um Haushalt und Wohnen, und ein mittelgroßer Hersteller hat mich jetzt proaktiv angeschrieben – die wollen eine engere Zusammenarbeit, also nicht nur das Standard-Affiliate-Programm über ein Netzwerk, sondern irgendwas Direktes.

Sie haben so vage von 'individuellen Konditionen' gesprochen, aber konkret wurde noch nichts. Ich bin jetzt unsicher: Was kann ich in so einem Gespräch überhaupt realistisch raushandeln? Höhere Provision ist klar, aber gibt es noch andere Stellschrauben, an denen man drehen sollte? Cookie-Laufzeit zum Beispiel, oder exklusive Rabattcodes für meine Leser, Content-Support, Produktsamples?

Und wie läuft das formal ab – brauche ich da einen Vertrag, oder läuft das oft auch einfach per E-Mail-Vereinbarung? Ich will nicht naiv reingehen und etwas unterschreiben (oder mündlich zusagen) was mir hinterher Probleme macht.

Hat jemand schon mal so eine direkte Kooperation mit einem Hersteller verhandelt und kann mir sagen wie das in der Praxis abläuft? Besonders interessiert mich: Wie habt ihr die erste Verhandlungsrunde gestaltet, ohne dabei zu aufdringlich oder zu unerfahren zu wirken?

Vielen Dank schon mal!


6 Antworten
Wolfgang92
Beiträge: 9
(@wolfgang92)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Kurze Ergänzung zur rechtlichen Seite, die ich hier noch vermisse: Achtet unbedingt auf die Kennzeichnungspflicht in solchen Direktkooperationen. Wenn ihr exklusive Codes oder Produktsamples bekommt, ist das in der Regel kennzeichnungspflichtig – auch wenn kein Geld fließt sondern 'nur' Sachleistungen. Das wird bei Direktkooperationen gerne vergessen weil man denkt es gilt nur für klassische Werbung. Ist aber nicht so.


Antwort
Marcus L.
Beiträge: 6
(@marcus-lehmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich kenn das aus meiner Nische gut. Wie MartinHauser schon sagt, schriftlich festhalten ist wirklich wichtig – ich hab mal eine mündliche Zusage über 8% Provision gehabt und am Ende stand im Vertragsdokument was anderes drin. Kein Betrug, einfach unklare Kommunikation auf beiden Seiten, aber trotzdem ärgerlich.

Was ich noch ergänzen würde: Frag explizit nach Abrechnungsmodalitäten. Also wann wird abgerechnet, wie lange ist die Storno-Frist, gibt es Mindestvolumens-Klauseln? Manche Hersteller bauen da Fallstricke ein, zum Beispiel dass die Konditionen nur gelten wenn du X Euro Umsatz pro Quartal bringst – sonst fällst du automatisch auf Standardkonditionen zurück.

Das wird gerne übersehen und ist dann im Sommer besonders unangenehm wenn der Traffic saisonal schwankt.

Außerdem: Lass dir Zeit beim ersten Gespräch. Du musst da nicht sofort zusagen. 'Ich geh das nochmal durch und meld mich in drei Tagen' wirkt professionell, nicht zögerlich.


Antwort
Marcus K.
Beiträge: 17
(@aioptimizer29)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hab mir das alles durchgelesen und würde noch einen praktischen Tipp dazugeben: Für die Vorbereitung des ersten Gesprächs kann es helfen, sich mit einem KI-Tool einen Fragenkatalog zusammenstellen zu lassen – also alle Punkte die du klären willst, strukturiert aufgelistet. Wirkt professionell wenn du im Call gezielt nachfragst statt spontan irgendwas zu vergessen.

Ich nutz sowas auch für die Nachbereitung: Gesprächsnotizen strukturieren, Vertragsentwürfe auf kritische Klauseln prüfen lassen. Ersetzt keinen Anwalt, aber für den ersten Blick ist es erstaunlich hilfreich.

Und grundsätzlich: Direktkooperationen sind deutlich wertvoller als Netzwerk-Provisionen wenn man sie richtig verhandelt. Lohnt sich die Energie auf jeden Fall.


Antwort
T.Webber
Beiträge: 13
(@t-webber)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Also ich würd da mal ne andere Perspektive einbringen: Bevor du anfängst zu verhandeln, überleg dir ob du die Kooperation überhaupt willst. Klingt banal, aber ich hab schon Kooperationen angenommen die eigentlich nicht zu meiner Seite gepasst haben, nur weil die Konditionen gut wirkten. Hinterher war der Content irgendwie gezwungen und die Conversion hat das gespiegelt.

Was ich meine: Schau dir an ob die Produkte des Herstellers wirklich zu deiner Zielgruppe passen und ob du authentisch drüber schreiben kannst. Wenn ja – dann volle Kraft voraus mit dem was MartinHauser aufgelistet hat. Wenn nicht, dann ist auch eine gute Provision langfristig kein gutes Geschäft.


Antwort
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