Moin zusammen,
ich bin gerade in einer Situation, wo ich mehrere Anfragen als IT-Consultant im Affiliate-Umfeld bekomme und muss ehrlich sagen: Ich weiß nicht genau, wie ich meinen Satz richtig kalkuriere, ohne mich selbst zu benachteiligen.
Bisher habe ich da eher nach Bauchgefühl kalkuliert, aber das führt zu inkonsistenten Angeboten. Mein Problem: Ich sehe viele in der Community, die ihre Tracking-Infrastruktur komplett unterschätzen – die bauen das auf, kriegen aber viel zu wenig dafür bezahlt, weil sie ihre eigentlichen Kosten nicht durchkalkuliert haben.
Wie rechnet ihr das wirklich? Ich meine nicht die Standard-Formeln aus Gründer-Blogs ("Gehalt / 160h + 20% Gewinn"), sondern: Wie kalkuliert ihr eure Overhead ein? Wie viel Zeit investiert ihr in Setup, Dokumentation, Compliance-Checks? Und wie viel davon packt ihr tatsächlich in den Satz rein, ohne dass der Auftraggeber sich veräppelt fühlt?
Im August zieht's ja etwas ruhiger zu, daher nutze ich die Zeit zum Überdenken. Freue mich auf ehrliche Inputs.
Kurz und direkt: Die meisten unterschätzen, wie viel Zeit "Kommunikation mit Auftraggebern, die ihre eigenen Numbers nicht kennen" kostet. Das ist versteckte Overhead.
Ich rechne immer ein 15-20% Puffer für Missverständnisse und Anpassungen ein, die am Ende doch im Projekt landen. Ohne das rechne ich mich echt arm.
Guter Punkt mit der Overhead-Rechnung. Aus meiner Erfahrung: Du musst zwischen drei Ebenen unterscheiden – direkte Projektarbeit, Setup & Compliance, und die "unsichtbaren" Stunden.
Wenn du ein Tracking-System aufbaust, brauchst du Zeit für DSGVO-Checks, Cookie-Banner-Validierung, Datenfluss-Dokumentation. Das ist nicht billiger geworden. Viele Freelancer kalkulieren das einfach weg und wundern sich hinterher, warum sie im Minusbereich landen.
Mein Tipp: Teile deine Projekte in Phasen ein – Konzept (kalkuliert, transparent), Umsetzung (stundenbasiert mit Sätzen die deine Skills reflektieren), Übergabe & Dokumentation (ebenfalls gekalküliert, nicht "ist ja nur ne halbe Stunde"). Gerade bei rechtssicheren Setups ist Transparenz ein Feature, keine Kostenposition.
Was genau sind deine typischen Projekte? Je nach Komplexität und Langfristigkeit kann sich auch ein Retainer-Modell rechnen, statt reine Stundenhonorar.