Hallo zusammen,
als jemand der bisher hauptsächlich im HR-Bereich tätig war, bin ich noch relativ neu im Affiliate Marketing. Nach einem erfolgreichen Winter mit ersten kleineren Projekten möchte ich jetzt im Frühjahr größere Kooperationen angehen.
Ein potentieller Partner hat mir einen Revenue-Share Deal vorgeschlagen - 60/40 Split bei gemeinsamen Kampagnen. Klingt erst mal fair, aber ich bin unsicher was die rechtlichen Aspekte angeht.
Als Personalberater kenne ich mich zwar mit Arbeitsverträgen aus, aber Kooperationsverträge sind für mich Neuland. Welche Klauseln können einem später richtig Probleme bereiten? Ich höre immer wieder von Affiliates die am Ende leer ausgegangen sind, weil im Vertrag irgendwelche Hintertürchen waren.
Worauf sollte man besonders achten? Haftungsausschlüsse, Kündigungsfristen, Tracking-Methoden? Gibt es Standard-Fallstricke die Anfänger wie ich übersehen?
Wäre dankbar für eure Erfahrungen - gerade auch negative Beispiele wo mal was schief gelaufen ist.
Hey, aus technischer Sicht kann ich dir vor allem zum Tracking-Teil was sagen. Hatte mal einen Revenue-Share wo der Partner sein eigenes Tracking-System verwendet hat - war ein Alptraum. Die haben systematisch Conversions "verloren" und ich konnte es nicht nachweisen, weil ich keinen Zugang zu den Rohdaten hatte.
Besteh unbedingt darauf, dass ihr ein neutrales Tracking nutzt oder zumindest beide Seiten Vollzugriff haben. Lass dir auch die technische Implementierung genau erklären - wenn die mit Cookie-Dropping oder ähnlichen Tricks arbeiten, läufst du Gefahr dass deine Conversions untererfasst werden.
Was Kündigungsfristen angeht: Hab schon erlebt dass Leute kurz vor einer großen Auszahlung gekündigt wurden. Achte darauf dass bereits generierte aber noch nicht ausgezahlte Provisionen dir trotzdem zustehen.
Und noch ein Tipp vom Developer: Lass dir die Affiliate-Links bzw. das ganze Setup vorher zeigen. Falls die mit irgendwelchen komischen Redirects oder verschleierten Parametern arbeiten, könnte das später Probleme mit Compliance geben. Hatte schon mal einen Fall wo Google Ads den ganzen Account gesperrt hat wegen "misleading redirects".
Teste auf jeden Fall erstmal klein bevor du voll reingehst.